Das von Zimmerermeister Karl Mutter und Malermeister Rolf Kaiser zum Ortsjubiläum 750 Jahre Todtmoos angefertigte Modell der Wallfahrtskirche soll einen würdigen Platz erhalten. Daüber fasste der Todt­mooser Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss. Alle Räte waren sich einig, dass das beeindruckende Werk der beiden Künstler einen schönen Platz im Ort bekommen soll.

Das maßstabsgetreue Modell der Todtmooser Wallfahrtskirche wurde von Karl Mutter und Rolf Kaiser in unzähligen Arbeitsstunden angefertigt und war beim Jubiläumsumzug im Juli 2018 ein echter Hingucker.
Das maßstabsgetreue Modell der Todtmooser Wallfahrtskirche wurde von Karl Mutter und Rolf Kaiser in unzähligen Arbeitsstunden angefertigt und war beim Jubiläumsumzug im Juli 2018 ein echter Hingucker. | Bild: Privat

Die beiden engagierten Bürger hatten bei der Gemeinde schriftlich angefragt, ob die Möglichkeit besteht, das Kirchenmodell in einem Präsentationsgebäude im Alten Kurpark der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Kosten für das Gebäude wurden in dem Schreiben mit 41 000 Euro beziffert – ohne Eigenleistung und mögliche Spenden. Die Gemeinderäte diskutierten über einen passenden Standort und eine mögliche Reduzierung der Kosten. Bürgermeisterin Janette Fuchs gab zu bedenken, dass der von den Künstlern vorgeschlagene Standort Probleme bereiten könnte, da im Alten Kurpark, bedingt durch Zuschüsse, ein Bindungsrecht bestehe. Wenn hier etwas verändert werde, müsse die Gemeinde eventuell Geld zurückzahlen, so die Rathauschefin. Aus der Ratsrunde wurde mehrfach der neue Kurpark beim Kurhaus als alternativer Standort vorgeschlagen.

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CDU-Rätin Bettina Fuchs befand das Präsentationsgebäude als „etwas zu hochpreisig“. FW-Rat Jörg Oehler schlug vor, Gespräche über eine Eigenleistung mit dem Bauhof zu führen, um die Kosten zu reduzieren. Engelbert Strittmatter (CDU) befand, dass die Wallfahrtskirche eine gute Ergänzung zum Modell des Hochkopfturms sei, der auch schon im neuen Kurpark steht. Ingomar Franz (FW) stellte die Frage nach der Betreuung und dem Unterhalt des Gebäudes. Christian Zumkeller (CDU) hinterfragte mögliche Zuschüsse aus dem Naturpark Südschwarzwald oder aus dem Leader-Programm.

Bürgermeisterin Janette Fuchs sicherte zu, Anfragen zu tätigen. Rechnungsamtsleiter Uwe Bonow fügte an, dass im aktuellen Haushalt keine Mittel für das Projekt eingestellt seien. Dies sei frühestens 2020 möglich. Die Räte werden das Projekt weiterverfolgen, so der abschließende Tenor in der Runde.