„Ich nehme mir die Freiheit“, heißt die Ausstellung von Ölgemälden und Aquarellen der in Waldshut geborenen und in Erzingen lebenden Malerin Ingrid Veit, die am Samstag im Rathaus in Todtmoos eröffnet wurde. Bürgermeisterin Fuchs lobte die Ausstellung als bunte, fröhliche und zugleich weltoffene Ausgestaltung des Rathauses, deren Titel für sie Mut, Entfaltung, Loslassen und Vielfalt signalisiere.

Ingrid Veit stellt im Rathaus Todtmoos aus. Hier mit Partner Mathias Hoffmann, Enkeltochter Clara und Bürgermeisterin Janette Fuchs (von links).
Ingrid Veit stellt im Rathaus Todtmoos aus. Hier mit Partner Mathias Hoffmann, Enkeltochter Clara und Bürgermeisterin Janette Fuchs (von links). | Bild: Karin Stöckl-Steinebrunner

Mathias Hoffmann, der Partner von Ingrid Veit, gab einen kurzen biographischen Abriss der Künstlerin. Nach einem Studium der Sozialpädagogik und einer Ausbildung zur Bürokauffrau habe sie an der Kunstschule in Zürich Malerei studiert. Als Dozentin war sie an privaten Schulen tätig, ausgestellt hat sie unter anderem 2004 im Hans Thoma-Museum Bernau. Die Preise, die sie inzwischen erhalten hat, würden eine lange Liste füllen.

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Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit von Ingrid Veit sind Landschaft, Stillleben und figürliche Malerei. Sie sei im Impressionismus angesiedelt, zuweilen mit expressionistischem Hintergrund, erklärte Hoffmann. Sie erstelle nie eine Kopie dieses Objektes, sondern interpretiere, was zwischen dem Objekt und ihr entstehe. Damit schlage sie zugleich eine Brücke zwischen sich und dem Betrachter. Ingrid Veits Bilder drückten immer mehr aus als nur das Motiv, sie weben einen Teppich aus Eindrücken und Atmosphäre. Die Faszination des Augenblicks, der Zauber der Farbe generierten einen tief emotionalen Ausdruck, der den Gemälden ein vorbildloses Eigenleben verleihe.

„Ich nehme mir die Freiheit“ ist der Titel der Ausstellung mit Gemälden von Ingrid Veit, die am Samstag im Rathaus Todtmoos eröffnet wurdeBild: KARIN STEINEBRUNNER
„Ich nehme mir die Freiheit“ ist der Titel der Ausstellung mit Gemälden von Ingrid Veit, die am Samstag im Rathaus Todtmoos eröffnet wurdeBild: KARIN STEINEBRUNNER | Bild: Karin Stöckl-Steinebrunner

Wie diese informative Einführung, so gestaltet sich auch die Ausstellung selbst, mit einer gezielten, in keiner Weise überladen wirkenden Auswahl, trotz des Querschnitts aus rund zwölf Schaffensjahren, den sie bietet. Da gibt es Porträts von arbeitenden Menschen aus Guatemala, Ansichten vom Bodensee, aus Italien und Frankreich neben üppigen Blütenmeeren aus Pfingstrosen oder zum Strauß geordneten Gladiolen. Bei ihrer Malerei, erklärt Ingrid Veit, sind schnelle Erfassung und Umsetzung gefragt, etwa bei dem Stillleben mit Fischen, die sie direkt nach deren Fang festgehalten hat. Häuser, Gebäude, Städte sind nicht ihr Ding, wie sie auch nie zur Acrylfarbe gegriffen hat.

Die Ausstellung „Ich nehme mir die Freiheit“ mit Ölgemälden und Aquarellen von Ingrid Veit im Rathaus Todtmoos ist noch bis 6. Januar 2020 zu sehen.