Kein triumphaler Auftakt mit einem Eröffnungswerk wurde vom Dirigenten Martin Kaiser und seinen Musikern beim Osterkonzert der Trachtenkapelle Todtmoos ausgewählt, sondern einem Sahnestück aus der Filmmusikgeschichte. Das Publikum wurde mit der ergreifenden Filmmusik „Legende der Leidenschaft“ aus der Feder von James Horner traurig und glücklich gemacht. Gottfried Wasmer verleitete dem einfühlsamen Stück zusätzliche Klangfarben und Schönheit am Klavier. Der Vorsitzende Matthias Mutter begrüßte die Musikliebhaber und die neue Musikerin Karolin May. Nach dem fulminanten Auftakt konnte er gleich den nächsten Glanzpunkt ansagen, das Konzertwerk „Hindenburg“ von Michael Geisler aus Tux im Zillertal. Jetzt war dem Publikum klar, warum nebst der herrlichen Osterdekoration in der ganzen Halle silberne Zeppeline schwebend aufgehängt waren.

Metall-Fealing: Beim Medley "Metall" arrangiert von Sean O´Loughlin gaben die Bläser und vor allem die Schlagzeuger alles, um die guten alten Hardrock-Klassiker rüber zu bringen. Untermauert wurde die Vorführung der zeitlosen Hits mit Lichteffekten.
Metall-Fealing: Beim Medley "Metall" arrangiert von Sean O´Loughlin gaben die Bläser und vor allem die Schlagzeuger alles, um die guten alten Hardrock-Klassiker rüber zu bringen. Untermauert wurde die Vorführung der zeitlosen Hits mit Lichteffekten. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Nicht eine Person übernimmt die Moderation bei der TK Todtmoos, sondern alle Musiker beteiligen sich unter der Federführung von Andreas Böhm. So hatte Johannes Kaiser das Vergnügen aus dem Bereich der klassischen Musik das bekannte Klarinettenkonzert Nummer Drei, 1. Satz von Carl Stamitz anzusagen mit einem Klarinettensolo von Lucia Kaiser, die seit letztem Jahr Trägerin des goldenen Leistungsabzeichens ist.

Die legendären Pilzköpfe: Michael Kaiser spielte ein ausdruckstarkes Tenorhornsolo bei der großen Popmusikbade "Hey Jude" der Beatles.
Die legendären Pilzköpfe: Michael Kaiser spielte ein ausdruckstarkes Tenorhornsolo bei der großen Popmusikbade "Hey Jude" der Beatles. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Die Rock-Ouvertüre von Markus Götz „Die Sage vom Todten Moos“ wird inzwischen von vielen Orchestern gespielt und begeisterte die Halle einmal mehr. Lange hielt der Applaus an, bevor der Matthias Mutter ans Rednerpult schritt, um die Ehrungen vorzunehmen. Wolfgang Jehle wurde vom Vorsitzenden Matthias Mutter für 40 Jahre aktives Musizieren geehrt. Seine Musikkameraden spielten ihm zur Ehrung die emotionale Hymne an die Freundschaft „The Way Old Friends Do“ von Abba. Matthias Eckert für 40 Jahre aktive Musikerjahre und Franz-Josef Stoll für 50 bekamen die Urkunden von der letztjährigen Ehrung überreicht.

Ehrung des Posaunisten Ausbilders: Wolfgang Jehle (ganz links) wurde vom Vorsitzenden Matthias Mutter für 40 Jahre aktives Musizieren geehrt. Seine Musikkameraden spielten ihm zur Ehrung die emotionale Hymne an die Freundschaft "The Way Old Friends Do" von ABBA.
Ehrung des Posaunisten Ausbilders: Wolfgang Jehle (ganz links) wurde vom Vorsitzenden Matthias Mutter für 40 Jahre aktives Musizieren geehrt. Seine Musikkameraden spielten ihm zur Ehrung die emotionale Hymne an die Freundschaft "The Way Old Friends Do" von ABBA. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Beim nächsten Programmpunkt schlug nicht nur das Herz des Malermeisters Rolf Kaiser höher, sondern aller Marschliebhaber. Rolf hatte die neue Marschtrommel mit Todtmooser Motiven bemalt und wünschte sich den schönen deutschen Marsch „Hoch Heidecksburg“ von Rudolf Herzer. Bei der melodischen Titelmusik der ARD-Sendung „Feste der Volksmusik“ wurde lautstark mitgeklatscht. Als Nächstes folgte die böhmische Polka „Egerländer Perle“ von Hans Kaszner. Beim zweiten Konzertteil kamen die jüngeren Zuhörer voll auf ihre Kosten. Der schwungvolle Auftakt bildete ein vom Dirigenten zusammengestelltes Medley „Three Top’s“ mit „Highway to Hell“ von AC/DC, die melodiöse Pop-Ballade „Hell the World“ von Michael Jackson und von den Blues Brothers „Everybody Needs Somebody“. Weiter ging es mit dem Medley Lilo und Stich aus dem gleichnamigen Zeichentrickfilm von Walt Diesney. Das Mädchen Lilo und der Außerirdische Stich lieben die Musiker des King of Rock’n’Roll. Dem Publikum hatte es besonders die Elvis Songs „Suspicious Minds“ und „Can’t Help Falling in Love“ angetan.

Ergreifend: Gottfried Wasmer begleitet die TK Todtmoos und dadurch wurden bei Zuhörern große Gefühle geweckt. Die Zuhörer wähnten sich im Kino beim unglaublich schönen Film "Legenden der Leidenschaft" versetzt.
Ergreifend: Gottfried Wasmer begleitet die TK Todtmoos und dadurch wurden bei Zuhörern große Gefühle geweckt. Die Zuhörer wähnten sich im Kino beim unglaublich schönen Film "Legenden der Leidenschaft" versetzt. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Bei der großen Popmusikballade „Hey Jude“ der Beatles spielte Michael Kaiser ein ausdruckstarkes Tenorhornsolo. Der Text wurde in den hinteren Reihen wedelnd eingeblendet und das Publikum sang begeistert mit. Beim Medley „Metall“ arrangiert von Sean O´Loughlin gaben die Bläser und vor allem die Schlagzeuger alles, um die guten alten Hardrock-Klassiker rüber zu bringen. Die Musiker freuten sich auf das Schlager Medley „Udo Jürgens Live“ arrangiert von Kurt Gäble. Weil es zurück zur deutschen Sprache ging oder weil sie das Konzert erfolgreich gemeistert hatten. Das verrieten die Musiker nicht. Auf jeden Fall war „Mit 66 Jahren“ noch lange nicht Schluss.

Kleiner Scherz am Rande: Bei der Popmusikbade "Hey Jude" von den Beatles wurde das Publikum gebeten mitzusingen. Der Text wurde in den hinteren Reihen wedelnd eingeblendet
Kleiner Scherz am Rande: Bei der Popmusikbade "Hey Jude" von den Beatles wurde das Publikum gebeten mitzusingen. Der Text wurde in den hinteren Reihen wedelnd eingeblendet | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Mit der ersten Zugabe einem Medley von den Rollings Stones waren die Zuhörer noch nicht zufrieden. Sehr zum Vergnügen der Liebhaber der volkstümlichen Blasmusik spielte die Trachtenkapelle noch einmal die Polka „Egerländer Perle“. Um sich endgültig verabschieden zu können, schaltete die Regie das Licht aus, Martin Kaiser nahm wieder am Klavier Platz und wie zu Beginn des Konzertes gab es zum Abschluss noch einmal große Gefühle mit „Legenden der Leidenschaft“.