Mit einem feierlichen Hochamt und anschließender Prozession feierte die katholische Pfarrgemeinde Todtmoos das Patrozinium der Wallfahrtskirche „Unserer Lieben Frau von Todtmoos“. Die Festpredigt hielt der emeritierte Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch. Es schloss sich das Pfarrfest an.

Fröhlich wurde im Anschluss an Gottesdienst und Prozession das Pfarrfest mit Ehrengast Robert Zollitsch (Mitte) und Pater David gefeiert.
Fröhlich wurde im Anschluss an Gottesdienst und Prozession das Pfarrfest mit Ehrengast Robert Zollitsch (Mitte) und Pater David gefeiert.

Die Kirche sei der Ursprung der Gemeinde gewesen und zeuge davon, wie wichtig ein solcher Gnadenort war und immer noch sei, sagte Bürgermeisterin Janette Fuchs in ihrem Grußwort. Die Kirche sei seit 750 Jahren ein Kraftplatz für Einwohner, Wallfahrer, Hilfesuchende und Gäste fuhr sie fort. Die Rathauschefin lobte die gute Beziehung zwischen Kirchengemeinde und politischer Gemeinde, die sich im Jubiläumsjahr noch vertieft habe. Eine Einschätzung, die Pater David im Verlauf des Gottesdienstes bestätigte.

Der emeritierte Erzbischof Robert Zollitsch wurde in seiner Predigt auch politisch deutlich.
Der emeritierte Erzbischof Robert Zollitsch wurde in seiner Predigt auch politisch deutlich.

„Aus dem Todten Moos entstand Leben“, sagte der emeritierte Erzbischof Zollitsch in seiner Predigt. Am Anfang habe die Initiative Mariens gestanden, fuhr er in Hinblick auf die Gründungslegende fort. Maria habe aber nicht nur am Anfang von Todtmoos gestanden, sondern begleite die Menschen bis heute. Der Erzbischof beschränkte sich in seiner Predigt nicht nur auf religiöse Themen, sondern wurde auch politisch sehr deutlich: Der amerikanische Präsident habe Lügen und Fake-News hoffähig gemacht, was inzwischen auch in Europa um sich greife. Aber: „Wir sind der Wahrheit verpflichtet“, gab er den Gottesdienstbesuchern mit auf den Weg. Von sich aus sei man allerdings in Gefahr, zu versagen, daher brauche man Gottes Hilfe.

Der emeritierte Erzbischof Robert Zollitsch (rechts) feierte das Hochamt mit den Todtmooser Patres Roman, Lukas und David (von links).
Der emeritierte Erzbischof Robert Zollitsch (rechts) feierte das Hochamt mit den Todtmooser Patres Roman, Lukas und David (von links).

Das Hochamt wurde vom Kirchenchor unter Leitung von Michael Asal musikalisch gestaltet. Gemeinsam mit Solisten, teilweise aus den eigenen Reihen, und Instrumentalisten aus der Region wurde die Spatzenmesse von W. A. Mozart zu Gehör gebracht, eine musikalische Glanzleistung des kleinen Chores.

Fröhlich wurde im Anschluss an Gottesdienst und Prozession das Pfarrfest gefeiert.
Fröhlich wurde im Anschluss an Gottesdienst und Prozession das Pfarrfest gefeiert.

Im Anschluss an die Messe zog eine Prozession, musikalisch begleitet von den beiden Todtmooser Musikvereinen, durch den Ort, auch die Trachtengruppe war mit von der Partie. Zum abschließenden „Te Deum“ traf man sich noch einmal in der Wallfahrtskirche.

Die Festpredigt hielt der ehemalige Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch.
Die Festpredigt hielt der ehemalige Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch.

Ab dem Mittag wurde dann das Pfarrfest in und rund um das Pfarrheim gefeiert, bei dem auch Zollitsch, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag gefeiert hat, zu Gast war. „Nutzen Sie die Gelegenheit, sich im Jubiläumsjahr mit einem Mittagessen verwöhnen zu lassen, seine solche Gelegenheit kommt erst in 750 Jahren wieder“, hatte Pater David schmunzelnd eingeladen. Zu einem Frühschoppenkonzert spielte der Musikverein Todtmoos Weg auf, die Todtmooser Strickfrauen verkauften Handarbeiten für einen guten Zweck. Die katholische Bücherei hatte wieder zahlreiche Bücher im Angebot, der Erlös wird zum Kauf neuer Medien verwendet.