Die Privatbrauerei Waldhaus ist neuer Hauptsponsor des internationalen Schlittenhunderennens in der Schwarzwaldgemeinde Todtmoos. Bislang war dies die Staatsbrauerei Rothaus aus Grafenhausen. Auch das lokale Tanzlokal „Schwarzwaldspitze„ wurde mit ins Boot geholt. In einem Pressegespräch mit unserer Zeitung äußerten sich Bürgermeisterin Janette Fuchs, Waldhaus-Geschäftsführer Dieter Schmid und „Schwarzwaldspitze„-Betreiber Volker Albiez zu den Gründen und Zielen des Engagements sowie zu Neuerungen im Programm.

Das Sponsorenkonzept war von der Gemeinde Todtmoos ausgeschrieben worden. Nachdem die Privatbrauerei den Zuschlag erhielt, werden die international besetzten Rennen am letzten Januarwochenende unter dem Label „1. Waldhaus-Cup“ durchgeführt. Der Sponsoring-Vertrag wurde langfristig für fünf Jahre geschlossen. Nach Angaben von Schmid bewegt sich der Sponsoringbetrag im fünfstelligen Bereich.

Dieter Schmid: „ Wir haben vorsichtig angeklopft und die Bürgermeisterin hat schnell reagiert. Wir haben uns getroffen, haben uns auf Anhieb verstanden und sind uns schnell einig geworden“. Bürgermeisterin Janette Fuchs ergänzte: „Das hat von Anfang an gepasst; ich habe ein gutes Gefühl“.

Wie Dieter Schmid erklärte, verfolge Waldhaus die Veranstaltung schon seit Jahren aufmerksam. Er erkenne auch das Potenzial, um den Ort weiterzubringen. „Wir wollen Erfolg. Die Gemeinde fühlt sich mit einer regionalen Marke wohl und setzt auf regionale Partner“, so Schmid. Die Gemeinde Todtmoos sei für ihn ein „Premium-Partner“. Man wolle sich beim Waldhaus-Cup aber nicht nur auf das Rennen konzentrieren, sondern an allen Veranstaltungsorten in Todtmoos an diesem Wochenende präsent sein. Der Sponsor wird unter anderem neue Startnummern-Shirts beisteuern und den Start- und Zielbereich ausstatten.

Mit der „Schwarzwaldspitze„ ändert sich auch das Rahmenprogramm des Schlittenhunderennens. Statt des bisherigen Country-Abends in der Wehratalhalle steigt am Samstag, 25. Januar ab 19 Uhr in dem Tanzlokal mit rustikalem Ambiente erstmals eine „Black Forest Alaska-Party“. Zu Gast ist die „El Paso-Countryband“. In den Pausen wird Partymusik aufgelegt. Partystimmung herrscht ebenfalls im „Alpentippi“ nebenan. Der Betreiber der Schwarzwaldspitze, Volker Albiez, der künftig auch den VIP-Bereich unterstützt: „Wir sind dabei und ziehen das durch. Auch die Musher sollen sich bei uns wohlfühlen“. Es gelte, positive Synergien zu nutzen, so Albiez weiter.

Eine weitere Neuerung wird es im sportlichen Bereich geben. Wie Chris Dörle vom Schlittenhunde-Sportverein Baden-Württemberg (SSBW) erklärte, soll bei ungenügender Schneelage trotzdem ein so genanntes Canicross-Rennen durchgeführt werden. Hierbei läuft der Musher, ähnlich wie beim Joggen, hinter dem Schlittenhund her über den Trail. „Wir wollen den angereisten Gäste etwas bieten, auch wenn zu wenig Schnee liegt“, so Dörle.

Der SSBW gehöre in Deutschland mit zu den ersten, die ein Canicross-Rennen ausrichten. Das gesamte Rahmenprogramm mit Fackelwanderung, Husky-Fieber-Dorf im Kurpark und die Black-Forest Alaska Party finden auf jeden Fall statt. Abschließend wurde betont, dass eine solche Großveranstaltung nur mit Unterstützung der Helfer der Vereine und Organisationen durchführbar sei.