50 Jahre alt ist das Hallenbad in Ewattingen, und in diesem halben Jahrhundert hat das Bad Höhen und Tiefen erlebt. Kann sich die kleine Gemeinde das Hallenbad noch leisten? Über diese Frage entwickelten sich vor etwa 25 Jahren kontroverse Diskussionen. Letztendlich wurde über einen Bürgerentscheid deutlich, dass die Mehrheit der Wutacher hinter dem Hallenbad steht. Parallel zu den Debatten über den Erhalt des Bades hat sich der Förderverein Hallenbad Wutach gegründet, der bis heute aktiv ist und der die Kommune nicht nur mit einem jährlichen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 10.000 Euro unterstützt, sondern auch unzählige Arbeitsstunden für Sanierungsmaßnahmen im Bad leistete und leistet. Dank dieser Eigenleistungen konnte das Hallenbad instand gehalten und Stück für Stück auf Vordermann gebracht werden. Gebäudetechnisch ist das Bad zu 80 Prozent saniert, so der Vorsitzende des Fördervereins, Stefan Dengler. Was noch fehlt, ist die Sanierung der Südwand.

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Und noch etwas fehlt in dem nun 50 Jahre alten Bad: „Die Lüftungsanlage ist kaputt und muss erneuert werden“, sagte Bürgermeister Christian Mauch, Kostenpunkt: 59.987 Euro. Diese Summe hatte dem Bürgermeister zunächst große Sorgen bereitet, „das kann die Gemeinde nicht einfach so zahlen“, so Christian Mauch. Die Sorgen sind mittlerweile verflogen. Im Rahmen eines Pressegesprächs teilte der Bürgermeister mit, dass die Gemeinde auf Zuschüsse des Bundes zurückgreifen kann. Für die neue Lüftungsanlage fließen 47.989 Euro nach Wutach, das entspricht einer Förderquote von 80 Prozent. Dass Wutach in den Genuss dieser Zuschussmittel kommt, ist der Corona-Pandemie zu verdanken. Um die Virenlast in öffentlichen Räumen zu reduzieren, hatte der Bund ein Sonderprogramm für raumlufttechnische Anlagen aufgelegt.

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Wutach hat nach den Worten von Christian Mauch einen entsprechenden Zuschussantrag im vergangenen Dezember gestellt. Die Antwort sei zunächst enttäuschend gewesen: „Wir erhielten die Nachricht, dass der Fördertopf leer ist“, so der Bürgermeister, der hinzufügte, dass man daraufhin Rat beim Bundestagsabgeordneten Felix Schreiner gesucht habe. Und der Politiker überbrachte der Gemeinde jetzt die erfreuliche Nachricht, dass der Zuschussantrag bewilligt wurde. „Wutach erhält 47.989,60 Euro“, sagte Felix Schreiner, der die gute Botschaft persönlich überbrachte.