Die Reihe „Musik im Kloster“ in Stühlingen ist mit einem Vogelstimmenkonzert nach der Zwangspause neu gestartet. Das Trio Canti Avium aus Freiburg hatte dafür eine große Sammlung an Flöteninstrumenten dabei. Bruder Jürgen Meyer vom Kapuzinerkloster Stühlingen hat ein Ensemble gewonnen, das mit leichter Sommermusik auf Flöten und Orgel dem Publikum ein gelungenes Konzert darbot. 50 Gäste fanden wegen des Abstands Platz, zum ersten Mal gab es eine lange Schlange vor dem Eingang zur Klosterkirche. Jeder Besucher musste eines der drei G vorweisen, geimpft, getestet oder genesen, was Zeit in Anspruch nahm. Außerdem war die Voranmeldung nur mit Bestätigung gültig und Vortritt hatte, wer bereits im E-Mail-Verteiler ist.

Der Neustart der Reihe „Musik im Kloster“ in der Klosterkirche Stühlingen begann mit einem Vogelstimmenkonzert. Das Trio Canti Avium aus Freiburg (von links): Tilo Strauß (Orgel), Sonja Kanno-Landoll (Traversflöte, Querflöte) und Ulrike Wettach-Weidemaier (Blockflöten).
Der Neustart der Reihe „Musik im Kloster“ in der Klosterkirche Stühlingen begann mit einem Vogelstimmenkonzert. Das Trio Canti Avium aus Freiburg (von links): Tilo Strauß (Orgel), Sonja Kanno-Landoll (Traversflöte, Querflöte) und Ulrike Wettach-Weidemaier (Blockflöten). | Bild: Yvonne Würth

Solistisch, im Duett und zu dritt spielte das Trio Canti Avium Freiburg, das Trio der Vogelgesänge, mit Blockflöten (Ulrike Wettach-Weidemaier), Traversflöte und Querflöte (Sonja Kanno-Landoll) sowie Orgel (Tilo Strauß). Das Vogelstimmenkonzert enthielt Werke aus den Epochen Barock und Romantik, das populärste Stück aus der Wiener Klassik gab es als Zugabe mit dem „Vogelfänger“ aus der „Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart.

Optisch und akustisch fielen die Titel Kolibri, Nachtvögel und Gezwitscher aus dem „Vogelbuch“ der Freiburger Komponistin Agnes Dorwarth (geboren 1953) besonders auf. Das Spielen dieser Neuen Musik mit Glissandi, gleichzeitig singen und spielen, Flatterzunge, Labium abdecken und Kopfstück abdecken, erfuhr besonderen Zuspruch des Publikums. Dagegen wurden die Dissonanzen der Kompositionen „Rebhuhn, Pelikan, Sperling, Mädchen mit der Taube“ aus Andreas Willschers (geboren 1955) Werk „Vogelarium“ für Orgel solo mit Unruhe im Publikum angenommen. „Vogelgesang soll uns am Leben und an der Musik erfreuen, er soll zum Lob Gottes ertönen“, erläuterte Bruder Jürgen Meyer die Intention der Komponisten.