Ein Projektteam, dem auch Büche angehört, befasst sich schon seit Längerem mit dem Bau eines Kunstrasenplatzes. Im Februar 2020 seien die Pläne konkretisiert worden. Mittlerweile hat die Gruppe alles bis ins Detail ausgearbeitet, die zu erwartenden Kosten ermittelt und die Finanzierung kalkuliert. Die beinhaltet rund 15.000 Euro an Eigenleistung der Vereinsmitglieder. Der FC Weizen mit aktuell rund 360 Mitgliedern verfügt laut Präsentation über 35.000 Euro Eigenkapital. Zuschüsse vom Badischen Sportbund und anderen Verbänden sollen beantragt werden.

Bürgermeister, Gemeinderat und Weizens Ortschaftsrat sind in die Pläne eingeweiht. Der Verein wünscht sich einen Zuschuss der Stadt. 30.000 Euro sind laut Unterlagen bisher kommuniziert. Bliebe immer noch ein Rest von knapp 158.000 Euro, der über Spenden finanziert werden soll. Büche macht klar: „Ohne Unterstützung der Stadt und Sponsoren ist der Kunstrasen nicht realisierbar.“

Das könnte Sie auch interessieren

Für das Projektteam steht gleichzeitig fest: Der jetzige Zustand des Platzes erschwert den Trainingsbetrieb erheblich. Laut Präsentation ist er einer wöchentlichen Dauerbelastung von zwölf Trainingseinheiten ausgesetzt. Dazu kommt mindestens ein Spiel pro Woche. Dies hinterlasse Spuren. Büche: „Ab Oktober ist ein Training auf dem Platz nicht mehr möglich.“ Die Weizener Fußballer müssten regelmäßig nach Grimmelshofen ausweichen, wo nur zwei mit einem Aggregat betriebene Lampen und eine Wiese mit Löchern zur Verfügung stünden, wie Büche beschreibt. Die veraltete Flutlichtanlage auf dem Weizener Trainingsplatz, verbraucht überdies viel Strom.

Der Verein wünscht sich deshalb eine zeitgemäße Infrastruktur mit konstant guten Platzbedingungen. Das senke das Verletzungsrisiko, Kosten für die Bewässerung würden nur noch für den Hauptplatz anfallen. Ein Kunstrasen ist belastbarer. Eine neue LED-Lichtanlage würde die Stromkosten fast halbieren. Zudem hätte ein neuer Kunstrasen einen Allgemeinnutzen. Er käme auch anderen Vereinen zu Gute.

Das könnte Sie auch interessieren

Büche verweist auf das große Einzugsgebiet der Nachwuchsfußballer. 100 Jugendliche kicken in der Spielgemeinschaft mit Stühlingen. Anders ausgedrückt: Mehr als 100 Kinder und Jugendliche aus der Umgebung von Stühlingen und Weizen fänden auf dem Sportgelände des FC Weizen eine sportliche Heimat. Dazu kommen zwei Aktivmannschaften und ein Frauenteam sowie die Seniorenfußballer.

„Wir brauchen belastbare Trainings- und Spielstätten, eine nachhaltige und belastbare Infrastruktur“, betont das Projektteam. Büche gibt sich offensiv: „Wir wollen nächstes Jahr bauen.“ Und er blickt dabei bereits auf das 100-Jährige des Vereins im Jahr 2024.

Alles steht und fällt aber mit der Finanzierung. Deshalb hofft der Verein vor allem auf die Unterstützung der Stadt. Gespräche gab es bereits. Am Montag berät der Gemeinderat in seiner Sitzung unter Punkt 10 über die Ergänzung der Richtlinie zur Vereinsförderung um den Fördertatbestand Investitionszuschüsse vor dem Hintergrund der Anfrage des FC Weizen.