Die Matinee am Feiertag zum Tag der Deutschen Einheit mit dem Erstlingswerk von Thomas Binder kam sehr gut bei den Teilnehmern an. Die Lesung fand im Rahmen der Ausstellungswochen „Wunderkammer Schwarzwald„ des Schwarzwaldvereins Stühlingen statt.

  • Die Lesung: Der Autor Thomas Binder wählte vier Kapitel aus seinem Buch, um den Zuhörern einen Einblick zu geben. Der mühsame Weg der Christianisierung der ersten Siedler ist zugleich ein Zeugnis für einen feigen und hinterhältigen Mord an einem Geistlichen. Der Weiberkrieg aus dem Jahr 1757, als zwei Wilderer von ihren schwangeren Ehefrauen mit der Hilfe von hunderten Frauen unter lautstarkem Einsatz von Topfdeckeln und Ofentüren aus dem Freiburger Gefängnisturm befreit wurden, gehört zu den unterhaltsamen Geschichten. Im Vergleich zu damaligen Epidemien und Krankheiten wie Lepra zeigt sich die aktuelle Corona-Pandemie in einem anderen Licht. Zu guter Letzt gab es viele Schmunzelmomente, als Thomas Binder von den Bemühungen des Franz Otto Eigler vorliest, der um 1860 den Titisee als die Top-Destination des Schwarzwalds für Besucher aus aller Welt machte.
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  • Zum Autor: Thomas Binder, Jahrgang 1971, lebt und arbeitet in Freiburg als Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Rechtsfragen zur Solarenergie. Er ist im örtlichen Schwarzwaldverein Freiburg und betreut seit zwei Jahren als Gästeführer die zahlreichen Touristen der Universitätsstadt im Südwesten.
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  • Das Buch: Im Erstlingswerk „Kämpfen. Leiden. Lieben. Leben im Schwarzwald von den Kelten bis ins 20.Jahrhundert“ fasst Thomas Binder 16 Themen in Kapiteln über das Leben der Schwarzwälder zusammen. Dabei bleibt er bei den wahren Gegebenheiten, die er bei seinen Recherchen in Akten, Protokollen und Gerichtsurteilen in der Freiburger Universitätsbibliothek entdeckt hatte. Dabei war es ihm ein besonderes Anliegen, die Geschichte des Schwarzwaldes und seiner Bewohner anschaulich und lebendig zu vermitteln. Am Ende der Kapitel, die mit Verben in Kleinschreibung und erläuternden Sätzen zum Lesen locken, gibt es lebendige Geschichte-Tipps wie die St. Magdalenenkapelle in Staufen, die nach Anmeldung besichtigt werden kann. Die Kapelle war notwendig, da die an Lepra-Verstorbenen nicht auf dem städtischen Friedhof beerdigt wurden, um eine Ansteckung zu vermeiden. Das Buch über den Schwarzwald kann versandkostenfrei zum Preis von 18 Euro beim Südverlag oder über den Buchhandel erworben werden.

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