Zunehmend wird Müll im Stühlinger Wald entsorgt, Revierleiter Pirmin Wiethaler ist empört. Im Wald unterhalb der Jagdhütte Mauchen auf dem Langen Forlenweg liegt seit einigen Tagen ein kompletter Hasenstall, inklusive Trinkschale. „Er wurde einfach so in den Wald geworfen“, wundert sich Pirmin Wiethaler beim Gespräch vor Ort.

Als Revierleiter im Forstrevier Stühlingen-West (Schwaningen, Wangen, Mauchen, Eberfingen sowie ein Bereich aus Stühlingen und Stadtwald Bettmaringen gehören dazu) hat er schon viel gesehen, gewöhnlich werden Reifen, Müllsäcke und Katzenstreu im Wald entsorgt.

Der Hasenstall sowie der restliche Müll, der hier auf dem abschüssigen Hang liegt, muss nun vom Bauhof entsorgt werden und verursacht damit Kosten für die Steuerzahler. Über die Ortsvorsteher der Stühlinger Ortsteile werden die illegalen Müllablagerungen an ihn und seine Kollegen weitergeleitet, falls sie nicht selbst schon bemerkt wurden. Mit dem Bild des Hasenstalls bittet er die Bürger, den Verursacher herauszufinden.

Ein heiß diskutiertes Thema ist neben dem offensichtlichen Restmüll, der nichts im Wald zu suchen hat, auch der Grünschnitt. So gibt es in Schwaningen aktuell Diskussionen, mancher Bürger möchte sein „gefühltes Gewohnheitsrecht“ wahrnehmen und Grünschnitt an einer Stelle platzieren, welche inzwischen mit einem Verbotsschild deutlich gekennzeichnet wurde.

„Offiziell ist alles, was man abschneidet, auch als Abfall zu sehen. Grünabfälle gehören somit auch nicht in den eigenen Wald. Das nehme ich jetzt nicht so streng, aber teilweise artet es aus. Es gibt z.B. Immergrün aus den Gärten, welches inzwischen in Eggingen im Schönbrunnen den Wald hochwächst. Im FFH-Gebiet will man aber keine anderen Pflanzen weiterverteilen.“