Wanderungen in und rund um Stühlingen mit historischem Hintergrundwissen ergänzen, diese Möglichkeit besteht nun Dank des Einsatzes des Schwarzwaldvereins und der Stadtverwaltung Stühlingen. Die gemeinsame Schilderaktion bedeutet eine Aufwertung des Wanderreviers für Einheimische und Touristen.

Der Schwarzwaldverein Stühlingen und die Stadtverwaltung Stühlingen freuen sich über den Abschluss des Projekts Beschilderungssystem. Von links: Die drei Vorsitzenden Jutta Binner-Schwarz, Veronika Keller, Antonia Kramer-Diem, Grafiker Helmut Heimburger, Bürgermeister Joachim Burger.
Der Schwarzwaldverein Stühlingen und die Stadtverwaltung Stühlingen freuen sich über den Abschluss des Projekts Beschilderungssystem. Von links: Die drei Vorsitzenden Jutta Binner-Schwarz, Veronika Keller, Antonia Kramer-Diem, Grafiker Helmut Heimburger, Bürgermeister Joachim Burger. | Bild: Yvonne Würth
  • Kooperation: „Einmal mehr fand eine sehr gute Zusammenarbeit und Austausch zwischen dem Schwarzwaldverein und der Stadt Stühlingen statt“, freut sich die Vorsitzende Jutta Binner-Schwarz. Lange dauerte die Kommunikation mit den Behörden. Ein Förderantrag beim Naturpark Südschwarzwald e.V. wurde am 15. November 2018 gestellt. Die förderfähigen Kosten belaufen sich auf etwa 5.200 Euro, davon wurde eine Förderung von bis zu 60 Prozent beantragt. Ein abschließender Förderbescheid liegt bislang nicht vor. Im September 2019 wurde seitens des Regierungspräsidiums Freiburg mitgeteilt, dass mit der Maßnahme vorzeitig begonnen werden kann. „Bürgermeister Joachim Burger hat sich intensiv um die Kommunikation mit den Behörden und die Generierung von Zuschüssen gekümmert“, informiert Jutta Binner-Schwarz in einer Pressemitteilung. Der Bauhof sorgte im Herbst für das fachgerechte Aufstellen der Schilder. Die Verwirklichung des Projektes dauerte drei Jahre, da entsprechende Auflagen berücksichtigt werden mussten. Die Wutachflühen sind Naturschutzgebiet, wie die Vertreterin des Referats für Naturschutz und Landschaftspflege im Regierungspräsidium Freiburg Friederike Tribukait mitteilt.
Das könnte Sie auch interessieren
Alle Texte sind auch auf der Homepage des Schwarzwaldvereins Stühlingen (www.schwarzwaldverein-stuehlingen.de/schilder-infos/) zu finden.
Alle Texte sind auch auf der Homepage des Schwarzwaldvereins Stühlingen (www.schwarzwaldverein-stuehlingen.de/schilder-infos/) zu finden. | Bild: Jutta Binner-Schwarz
  • Schilder mit QR-Code: An historisch markanten Stellen der Wanderwege auf der Gemarkung der Gemeinde Stühlingen wurden Schilder aufgestellt: „Schilder, die auf historische Orte verweisen und über diese informieren. Die Texte sind bewusst kurz gehalten. Wer mehr wissen möchte, kann sich über QR-Codes, die mit der Website der Stadt Stühlingen verlinkt sind, entsprechendes Hintergrundwissen aneignen, Bilder anschauen, Geschichten lesen.“ Wer nicht mit dem Smartphone unterwegs sein möchte, kann die Informationen auch auf der Homepage des Schwarzwaldvereins Stühlingen unter dem Reiter „Schilder-Infos“ finden und sich zuhause durchlesen oder ausdrucken. Die Gestaltung der Schilder wurde in bewährter Weise vom Grafiker Helmut Heimburger aus Reutlingen übernommen. „Als Stühlinger fühlt er sich seiner Heimatstadt nach wie vor eng verbunden“, freut sich Jutta Binner-Schwarz.
Der Grafiker Helmut Heimburger aus Reutlingen hat die Schilder gestaltet.
Der Grafiker Helmut Heimburger aus Reutlingen hat die Schilder gestaltet. | Bild: Jutta Binner-Schwarz
  • Texte und Standorte: Die meisten Texte und Informationen auf den Schildern stammen von Jutta Binner-Schwarz, den Bereich Sulzfeldwässerung ergänzte Engelbert Klösel, über die Burg Blumegg schrieb Andreas Mahler. Als grenzüberschreitender Experte war Willi Bächtold, Präsident des Vereins für Heimatkunde Schleitheim, mit im Boot. Die Erzählungen rund um die Wutachflühen stammen aus dem Buch „Sagen und Geschichten aus dem Raum Bonndorf- Stühlingen- Wutach“ von Emil Kümmerle. Die Schilder markieren folgende historisch relevanten Orte: Im Schinderwald Stühlingen Wasenplatz, Jüdischer Friedhof, Wolfsgrube, Maiplatz, Grenzpfad, Merkedel, Ziegelhütte, Sulzfeldwässerung; außerdem die Judenlöcher, Pavillon am Schloss, die Franzosenkreuze Mauchen, Stühlinger Hütte in Grimmelshofen/Lausheim, die Burg Blumegg sowie in Grimmelshofen ein großes Schild am Wutach-Viadukt mit Wutachsteg im Weiler, Wächter der Wutachflühen, Mannheimer Felsen, Bei der Muttergottes, Tragödie am Lunzistein.