Das Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiet „Blumberger Pforte und Mittlere Wutach“ zeichnet sich durch seine Artenvielfalt und besondere Landschaftstypen aus. Um diese natürlichen Schätze für die Zukunft zu sichern, erarbeitet das Regierungspräsidium Freiburg (RP) derzeit einen Managementplan. Der Entwurf des Plans wird ab Freitag, 7. Mai öffentlich ausgelegt. Bis zum 25. Juni haben alle Bürger die Möglichkeit, dazu Stellung zu nehmen.

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Das 6325 Hektar große Gebiet zählt zu den 212 FFH-Gebieten in Baden-Württemberg, die zusammen mit den Vogelschutzgebieten Teil des europäischen Natura 2000-Netzes sind. Es erstreckt sich im Landkreis Waldshut über die Gemeinden Bonndorf, Eggingen, Ühlingen-Birkendorf, Stühlingen, Wutach und Wutöschingen sowie im Landkreis Schwarzwald-Baar-Kreis über die Gemeinden Blumberg und Hüfingen.

Blick auf das Gebiet

Das Gebiet wird landschaftlich geprägt durch die teilweise tief eingeschnittene Wutach mit einem weit verzweigten Netz an Seitenbächen. Das Bachneunauge und die Groppe, aber auch Biber und Steinkrebs fühlen sich hier wohl. Die Hänge sind mit Waldmeister- und Orchideen-Buchenwäldern sowie Schluchtwäldern bestockt, in die weitere wertvolle Lebensräume wie Kalkschutthalden, Höhlen und Felsen sowie Kalktuffquellen eingestreut sind. In lichten Nadelmischwäldern kommt als Besonderheit der Frauenschuh vor. Das Offenland ist geprägt durch großflächige blumenbunte Wiesen. Meist handelt es sich dabei um artenreiche Magere Flachland-Mähwiesen. An steileren Hängen kommen Kalkmagerrasen mit Orchideen vor.

Förderung der Lebensräume

Auch für Fledermausarten wie die Mopsfledermaus oder das Großes Mausohr ist das Gebiet mit seinen ausgedehnten Wäldern und extensivem Grünland von besonderer Bedeutung. Für jedes Natura 2000-Gebiet erarbeiten die Regierungspräsidien in Abstimmung mit Behörden, Verbänden und verschiedenen Interessensvertretungen einen Managementplan.

Der nun vorliegende Entwurf des Managementplans für das FFH-Gebiet „Blumberger Pforte und Mittlere Wutach“ stellt die Ergebnisse der Kartierungen der geschützten FFH-Lebensraumtypen und FFH-Arten dar. Er enthält außerdem Ziele und Maßnahmenempfehlungen für deren Erhaltung und Entwicklung. So werden zum Beispiel durch naturnahe Waldwirtschaft und das Belassen von Alt- und Totholz die Lebensräume von Mopsfledermaus und Großem Mausohr gefördert. Offenlandlebensräume wie artenreiche, blumen-bunte Mähwiesen können durch eine geeignete Mähweise fortbestehen.