Pep Guardiola hätte seine Freude gehabt an diesem Wochenende in Ewattingen. Der begnadete Fußballtrainer neigt bekanntermaßen zu Superlativen, mit denen er Gegner oder eigene Spieler fast noch größer macht, als sie eigentlich sind. Beim Ewattinger Dorffest hätte er seine legendären „Super-super-super“-Sprüche locker vortragen können, ohne dass ihn jemand der Übertreibung beschuldigt hätte. Es war in der Tat super, was sich an diesen drei Tagen rund um das Rathaus abspielte.

Helfer haben viel zu tun

Bereits beim Fassanstich am Samstagnachmittag war der Festplatz gut gefüllt, mit Spannung beobachteten die Gäste, wie sich Bürgermeister Christian Mauch bei seinem letzten Auftritt als Gemeindeoberhaupt schlug, assistiert von Sparkassen-Chef Theo Binninger setzte er den Hahn gekonnt an – der Gerstensaft konnte laufen. Und das tat er dann auch bis ganz spät in die Nacht. Mit jeder Stunde füllte sich das Festareal mehr und mehr, die fleißigen Helfer hatten alle Hände voll zu tun, die hungrigen und durstigen Besucher zu verköstigen. Es gab kaum noch ein Durchkommen, so proppenvoll war es auf den Straßen. 800 Menschen leben gemeinhin in Ewattingen, an diesem Samstag dürften Tausende Personen dort aufgehalten haben.

Die Funkengarde erhielt großen Applaus für ihre tollen Tanzeinlagen
Die Funkengarde erhielt großen Applaus für ihre tollen Tanzeinlagen | Bild: Stefan Kech

Und sie hatten alle ihren Spaß, denn nach dem musikalischen Auftakt durch die Guggenmusik Bonndorf unterhielten verschiedene Bands auf den Bühnen der einmal mehr wunderschön hergerichteten Festmeile die Gäste. Bei einem Blick in die sich immer mehr leerenden Kühlschränke stand für viele Vereine schon an diesem ersten Abend fest, dass sogleich nachbestellt werden muss.

Auch der Sonntag durfte unter der Rubrik „komplett gelungen“ eingeordnet werden. Der Besucherstrom riss nicht ab. Die Küche zu Hause blieb kalt, gegessen wurde bei idealen Temperaturen auf dem Dorffest. Nach dem Gottesdienst zog auch der Markt mit kulinarischen und handwerklichen Besonderheiten die Massen an. Ebenso die Auftritte der Funkengarde auf der großen Rathausbühne, die optisch und musikalisch ein echter Höhepunkt waren. Auch die kleinen Gäste wurden bestens unterhalten, dafür sorgten das Kinderprogramm und der Zauberer Pfiffikus.

Das könnte Sie auch interessieren

Das Handwerkervesper am Montag rundete schließlich due Veranstaltung ab. „Wir hatten schon viele tolle Dorffeste, aber dies dürfte eine rekordverdächtige Ausgabe gewesen sein“, strahlte Organisationsleiter Stefan Kech. Und was ihn ganz besonders freute: Die Gäste zeigten sich gut gelaunt und friedlich. „Es gab keinerlei Stress, die Menschen wollten einfach nur feiern und eine schöne Zeit genießen.“