Der Schwarzwaldverein Stühlingen veranstaltet im Oktober die Ausstellung „Wunderkammer Schwarzwald“. Während zweieinhalb Wochen haben Interessierte Gelegenheit, sich mit Vorträgen, Kunst- und Alltagsgegenständen, Themen-Wanderungen sowie einer Lesung auf den Schwarzwald einzulassen. Vorsitzende Jutta Binner-Schwarz erläuterte im Pressegespräch den Rahmen: „Unsere Ausstellung steht quasi auf drei Beinen: Im Mittelpunkt die Wunderkammer Schwarzwald, ringsum als roter Faden die Sammlung von Schwarzwaldbildern von Wolfgang Rink und im Kabinett Bilder von Johann Martin Morat.“

Das könnte Sie auch interessieren
  • Wunderkammer Schwarzwald: Seit dem 14. Jahrhundert gibt es „Wunderkammern“ als Vorläufer der heutigen Mehrsparten-Museen. Adlige und reiche Bürger hatten sie sich eingerichtet mit Gegenständen, die sie beeindruckt hatten. Die Bandbreite reichte vom unwissenschaftlichen Sammelsurium bis zum Ausschnitt wissenschaftlichen Schaffens.

„Bei uns hat jedes Stück hat einen Bezug zum Schwarzwald, bei manchen sieht man es auf den ersten Blick, bei anderen muss man nachdenken oder bekommt eine Erklärung“, erläutert Gerhard Schwarz die Ausstellung, die er zusammen mit Antonia Albrecht in Szene setzt. Mit dabei sind Ideenreichtum, Ironie, Witz und Elemente zum Staunen. Die Stühlinger Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins erhielt für die Ausstellung Objekte sowohl aus privater Hand als auch aus Sammlungen und Museen. Jutta Binner-Schwarz erzählt die Geschichte, wie der prächtige Hirschschlitten der Familie Handke aus Weizen mit Hilfe vieler starker Helfer in die Schür transportiert wurde: „Diese große Unterstützung und die Freude am Mitmachen sind nicht selbstverständlich.“ Natürlich steht die Wunderkammer selbst im Mittelpunkt. Darüber hinaus werden die drei Themen Tracht, Uhren und Tourismus vertieft. „Dabei gibt es keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, es sind punktuelle Schlaglichter“, erläutert Binner-Schwarz.

Eines der Prunkstücke der Ausstellung „Wunderkammer Schwarzwald“ ist der Hirschschlitten. Die Leihgabe der Familie Handke aus Weizen wurde in einer abenteuerlichen Aktion nach Stühlingen transportiert und auf das „Bödele“ der Schür am Stadtgraben gestellt, wovon die Beteiligten gerne während der Ausstellungswochen erzählen.
Eines der Prunkstücke der Ausstellung „Wunderkammer Schwarzwald“ ist der Hirschschlitten. Die Leihgabe der Familie Handke aus Weizen wurde in einer abenteuerlichen Aktion nach Stühlingen transportiert und auf das „Bödele“ der Schür am Stadtgraben gestellt, wovon die Beteiligten gerne während der Ausstellungswochen erzählen. | Bild: Yvonne Würth
  • Programm: Neben den Öffnungszeiten der Ausstellung (siehe Infokasten) mit der Wunderkammer Schwarzwald, den Schwarzwaldbildern aus der Sammlung von Wolfgang Rink sowie der Auswahl der Werke von Johann Martin Morat gibt es in der Schür am Stadtgraben Stühlingen ein Rahmenprogramm mit verbindlicher Anmeldung. Die Vernissage am 1. Oktober um 19 Uhr ist für geladene Gäste. Zur Matinee am dritten Oktober um 10 Uhr liest Thomas Binder aus seinem Buch „Kämpfen, Leiden, Lieben. Leben im Schwarzwald von den Kelten bis ins 20. Jahrhundert.“ Die erste Ausstellungswanderung am 4. Oktober um 10 Uhr mit Willi Bächtold geht „Rund um Schleitheim auf den Spuren des Malers Johann Martin Morat.“ Treffpunkt ist die Schür am Stadtgraben. Andreas Mahler erläutert Details zur Stadt- und Kulturland-Entwicklung Stühlingens auf den Ansichten des Johann Martin Morat sowohl am 7.Oktober als auch am 14. Oktober jeweils um 19 Uhr. Kinder ab sieben Jahre erhalten eine Führung am 9. Oktober um 15 Uhr; die zweite Ausstellungs-Wanderung mit Gregor Scheuble zum Thema „Wald im Wandel“ findet am 18.Oktober um 10 Uhr statt, Treffpunkt ist die Schür. Anmeldung ist möglich per Telefon 07744/5629.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €