Der Tischtennisbund hat nach wochenlangem Warten nun entschieden, die Saison komplett abzubrechen. „Es wird auch nicht gewertet, es gibt also keinen Auf- und Abstieg. Im September geht voraussichtlich die neue Saison weiter“, wie der Trainer und Jugendleiter der Tischtennisfreunde Stühlingen, Jens Lasarzick (26), in einer Pressemitteilung informiert.

Den Verein trifft es besonders hart, da nur die wenigsten Mitglieder Zuhause Platz für eine eigene Tischtennisplatte haben. Auch ein Zoom-Meeting komme bei den älteren Mitgliedern nicht infrage. Die Vorrunde konnte im vergangenen Jahr nach dem ersten Lockdown im September normal gestartet werden, doch musste mittendrin Anfang November abgebrochen werden. Im Dezember war entschieden worden, dass in der Rückrunde nur noch die Spiele der Vorrunde gespielt werden, also eine Halbrunde. Die aktuelle Bekanntgabe des kompletten Saison-Abbruchs sieht Jens Lasarzick als Chance: „Dass sie sich entschieden haben, ist etwas Positives, weil wir vorher wochenlang nicht gewusst haben, ob es weitergeht. Wir hätten natürlich schon gerne alle gespielt.“

Es hängt von der Infektionslage ab, wie es weitergeht, doch muss beim Indoor-Sport noch vorsichtiger agiert werden als etwa bei Fußball oder Rudersport. „Wir haben uns alle so lange nicht mehr gesehen, vor allem das Gemeinsame fehlt. Wir spielen nicht nur Tischtennis, sondern machen auch nebenher Sachen wie Ausflüge und Arbeitseinsätze“, so Lasarzick. Die Angst, dass manches Mitglied nach dem Lockdown nicht wieder den Weg zurück ins Training findet, ist groß.

Dennoch schmiedet das Team Pläne für die Zeit danach in Online-Meetings, darunter auch die Vorstellung des Vereins der breiten Öffentlichkeit: „Wir wollen den Stühlinger Bürgern anbieten, in die Halle zu kommen, sich den Sport anzuschauen. Viele kennen ihn vom Schulhof, aber viele wissen nicht, wie wirklich Tischtennis gespielt wird. Das werden wir in Angriff nehmen, sobald wir wissen, wann es wieder losgeht.“ Neben den fachlichen Aktionen soll es auch Grillfeste und Schwimmbadbesuche geben. „Uns geht es nicht darum, dass wir viele Mitglieder haben, sondern dass es ihnen Spaß macht, sie lange bleiben und wir sie als Erwachsene integrieren können, das ist unser Ziel.“