Unter dem Motto „Wegwerfen? Denkste!“ findet am 24. Juli das erste Repair-Café in Wutöschingen statt. Die Begegnungsstätte der Seniorenwohnanlage in der Hauptstraße 24 verwandelt sich an diesem Tag zu einer großen Werkstatt. Besucher können ihre defekten Alltagsgegenstände vorbeibringen, um sie mit der professionellen Unterstützung von ehrenamtlichen Reparateure zu untersuchen und wenn möglich auch zu reparieren.

Ob Fahrrad, Jeans oder Elektrogeräte, für jedes dieser Gewerke stehen an verschiedenen Tischen fachkundige Helfer mit Werkzeug und Ersatzteilen parat. Auch für Reparaturen von Gegenständen aus Holz sind handwerklich begabte Helfer vor Ort. An ihren Nähmaschinen bieten Frauen Hilfe bei Näh- und Flickarbeiten. Auch wer mit seiner Strickarbeit nicht weiter kommt, findet Unterstützung. Die Reparatur von Fahrrädern wird auf der Terrasse angeboten. Repariert wird in entspannter, Atmosphäre, die Wartezeit können Besucher bei Kaffee und Kuchen im Außenbereich überbrücken.

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Organisiert wird das Repair-Cafe von der Awo-Ortsgruppe Wutöschingen. Die engagierte Truppe erhält Unterstützung von weiteren handwerkliche geschickten Menschen, die ein Zeichen gegen unsere Wegwerfgesellschaft und für mehr Nachhaltigkeit setzen möchte. „Wir wollen keine Konkurrenz zu Handel oder Werkstätten sein“, betont Heidi May-Bomans, die gemeinsam mit Hans Ulrich Keller die organisatorischen Fäden zieht. „Wir wollen vielmehr erreichen, dass Ressourcen geschont werden und die reparierten Gegenstände wieder eine Wertschätzung erhalten.“

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Repariert wird kostenlos, eine Spende ist willkommen. Viele Alltagsgegenstände landen im Müll, auch solche denen fast nichts fehlt und leicht wieder Instand gesetzt werden können. Den Besitzern fehlt einfach das Know-how, die Zeit oder das passende Werkzeug. Das Repair-Café soll Abhilfe schaffen, den Geldbeutel schonen und einen wichtigen Beitrag zu Nachhaltigkeit leisten, „denn eine Reparatur spart nicht nur Geld und wertvolle Grundstoffe, sondern trägt zudem zur Reduzierung des CO 2-Ausstosses bei“, betont Hans-Ulrich Keller, „wir können nicht jedes Problem beheben, es gibt auch Gegenstände die nicht mehr zu retten sind. Doch meistens wissen unsere Praktiker einen Rat.“
Ziel des Repair-Cafés ist es auch, dass Menschen untereinander ihr Know-how teilen, Hilfe zur Selbsthilfe geben, so das manchen Besucher zukünftig kleine Reparaturen sogar selbst erledigen kann. „Das Repair-Café soll aber nicht nur eine kostenlose Dienstleistung bieten, sondern auch einen gesellschaftlichen Charakter haben“, wünscht sich Heidi May Bomans. „An den Reparaturtischen treffen Menschen aufeinander, was den lokalen Zusammenhalt stärkt und neue Bekanntschaften schafft.“