Fünf engagierte Schülerinnen verkauften vor der Corona-Pandemie Kuchen, um damit der Carl-Heinrich-Rösch-Schule in Tiengen eine Freude zu bereiten.

Bereits seit fast 20 Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen Schulen in Stühlingen und der Carl-Heinrich-Rösch-Schule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche in Tiengen. Religionslehrerin Brigitte Hauser, damals an der Hauptschule tätig, begründete diese Verbindung und führt sie nach der Auflösung der Hauptschule mit der Realschule weiter.

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Bei zahlreichen Aktivitäten hatten die Realschüler Gelegenheit, mit behinderten Gleichaltrigen etwas auf die Beine zu stellen und auf diese Weise Hemmungen abzubauen und Gemeinschaft zu erleben. So wurden im Rahmen vom Projekt SE (soziales Engagement) Begegnungstage und gemeinsame Ausflüge organisiert, es wurde zusammen gearbeitet beim Reinigen der Wutachflühen und der Instandsetzung des Trimm-dich-Pfades in Tiengen sowie Projekttage zusammen gestaltet wie die Auseinandersetzung mit dem Thema „Wer bin ich, Mensch“, die mit einer Ausstellung im Stühlinger Kloster endete. Als erfreuliche Folge dieser Begegnungen kann es gewertet werden, dass bereits einige Realschülerinnen sich nach ihrer Schulzeit für ein FSJ (freiwilliges soziales Jahr) an der Carl-Heinrich-Rösch-Schule entschieden haben.

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Kurz vor Beginn der Corona-Beschränkungen war ein Ausflug mit Beteiligung von Jugendlichen beider Schulen geplant, für dessen Finanzierung Schülerinnen der Realschule einen Kuchenverkauf organisierten. Lieder konnte dieser nicht mehr durchgeführt werden. Stattdessen entschieden sich die Jugendlichen, Päckchen zu packen mit Dingen wie zum Beispiel Legokästen, die in den Klassenzimmern einen festen Platz finden sollen.

Nun konnten die Weihnachtsgrüße der Stühlinger Schülerinnen coronakonform in Tiengen übergeben werden. Bei beiden Schulen hofft man, dass das nächste Treffen wieder von gemeinsamen Aktionen geprägt sein kann.