Zum Patrozinium des heiligen Konrad am ersten Adventssonntag, 29. November, lädt die Seelsorgeeinheit Eggingen-Stühlingen Heilig Kreuz nach Weizen ein.

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  • Konrad von Konstanz: Um das Jahr 900 auf der Welfenburg in Weingarten-Altdorf bei Ravensburg geboren und am 26.November 975 gestorben, war Konrad Bischof im Bistum Konstanz und wird als Heiliger verehrt. Enge Beziehungen unterhielt er zum ottonischen Kaiserhaus. Dreimal unternahm er Wallfahrten nach Jerusalem, von wo er Reliquien des Kreuzes Christi mitbrachte. Mildtätigkeit und tiefe Frömmigkeit zeichneten ihn besonders aus. Einen großen Teil seines Vermögens gab Konrad zur Errichtung von Kirchen und eines Hospitals aus. Die Lebensgeschichte, verfasst vom Mönch und späteren Abt Udalschalk um 1120, enthält auch die Legende um die Spinne: Konrad soll eine außerordentliche Selbstbeherrschung gehabt haben. Als während des Pontifikalamtes an Ostern eine Spinne in den Kelch gefallen war, trank Konrad sie mit, da der Wein bereits gewandelt war und er ihn nicht wegschütten wollte. Die Spinne aber kam, als er sich später zum Mittagessen setzte, unbeschadet wieder aus seinem Mund hervor. Diese zwei Bauernregeln verbinden die Jahreszeit mit dem Heiligen: „Noch niemals stand ein Mühlenrad/an Konrad, weil er Wasser hat.“ – „Der Konrad und auch die Kathrein,/die knien sich bald in den Dreck hinein.“
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  • Die Kirche St. Konrad Stühlingen-Weizen: Hans Fischer erstellte im April 2016 eine ausführliche Chronik zur Pfarrei Weizen, nachzulesen unter der Homepage der Seelsorgeeinheit (www.se-eggingen-stuehlingen.de). Bei der Ersterwähnung Weizens im Jahr 781 ist auch von Kirchenbesitz die Rede. Die Vorgängerkirche stand spätestens um 1600 auf dem Platz der heutigen Kirche und war umgeben vom Friedhof. 1804 starteten die ersten konkreten Überlegungen zur Vergrößerung der bestehenden Kirche oder dem Bau einer neuen, welche schließlich 1838 nach dem Neubau eingeweiht wurde. Heinrich Hübsch war Architekt, gebaut wurde sie von Maurermeister Georg Hamburger von Blumegg, ein gebürtiger Weizener. Der Konradaltar wurde um 1860 angeschafft und um 1871 der Marienaltar. Zum Hochaltar kam die Pfarrei 1893 durch eine Stiftung von Fräulein Franziska Kirner von Freiburg, später stiftete diese auch die Kommunionbank. Diese fiel ebenso wie die Altäre bei der Renovation 1962 durch den damaligen Zeitgeschmack zum Opfer. Seit 1992 steht die Kirche St. Konrad nach einer aufwändigen Renovierung im heutigen Zustand. Im aktuellen Haushaltsplan wurden 60.000 Euro für die Sanierung der Heizungsanlage eingeplant.
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  • Verschoben wegen Corona: Der Musikverein Weizen hatte anlässlich seines 125-jährigen Bestehens neben dem mehrtägigen Zeltfest mit Bezirksmusikfest im Frühjahr auch das für dieses Wochenende geplante Kirchenkonzert aufgrund der Corona-Pandemie absagen müssen.