Grenzgänger müssen, sogar wenn sie in der Zaunfabrik Pletscher direkt an der Wutach oder in Schleitheim arbeiten, den Umweg über Erzingen in Kauf nehmen. 50 Corona-Infizierte zählte der Kanton Schaffhausen bis am Montagabend, ein Patient ist verstorben. Auch wenn die Fallzahlen relativ niedrig sind, scheint auch der gesamte Schweizer Klettgau den Atem anzuhalten. Kein Wunder, gelten doch ähnliche Verhaltensregeln zum Schutz gegen Ansteckung mit Covid-19 wie bei uns. Die Schulen sind geschlossen, Kinder und Jugendliche üben sich gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern im Home-Schooling. Nach den „Frühlingsferien“ (10. bis 26. April) wird entschieden, wie es weitergeht.

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Das Erziehungsdepartement mahnt: „Es ist wichtig, dass die Kinder während der Ferien einen geregelten Tagesablauf haben. Sinnvolle Aufgaben im Haushalt oder animierende Freizeitbeschäftigungen sind gerade wegen der außerordentlichen Situation sehr wertvoll.“

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Im Kanton Schaffhausen sind Ansammlungen von mehr als fünf Personen auf Plätzen, Spazierwegen und Parks genauso verboten wie die Durchführung von Veranstaltungen aller Art. Allerdings dürfen in manchen Orten, so auch in Schleitheim, zu diesen Bedingungen die Spiel- und Sportplätze genutzt werden. Auf einen Abstand von zwei Metern ist zu achten. Für Krankenhäuser und Altenheime gilt Besuchsverbot.

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Freuen dürften sich auch die Schweizer Lebensmittelgeschäfte, da sie durch den Wegfall des Einkaufstourismus nach Deutschland mehr Kundschaft haben. In Schaffhausen gibt es ein spezielles Bonbon: Die Stadt verzichtet während der Corona-Krise auf die Parkgebühren.

Neue Ideen und Impulse

In Schleitheim koordinieren die Landfrauen Einkaufsdienste. Die Kirchengemeinden versuchen, mit neuen Ideen dem kirchlichen Leben gerade zur Osterzeit neue Impulse zu geben. Pfarrerin Doris Brodbeck von der reformierten Kirche berichtet von einem „Lichtermeer der Hoffnung“, das durch Kerzen, die jeweils donnerstags um 20 Uhr schweizweit in die Fenster gestellt werden und dem Song „Stärke, was zusammenhält – Gebetslied in Zeiten des Virus“, den die Liedermacherin Alexandra Foster aus Konstanz zu einem Text des Wilchinger Pfarrers Martin Breitenfeldt vertont hat.

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