Einen Schritt weiter ist die Gemeinde Wutach in ihrer Planung, neue Bauplätze in Ewattingen zur Verfügung zu stellen. Der Entwurf des Bebauungsplans „Bogenrücken“ wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats abgesegnet. Quasi im Anschluss an das bestehende Wohnbaugebiet „Frohnwiesen“ sollen 20 neue Baugrundstücke entstehen.

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Die Gemeinde Wutach verfügt aktuell über keine eigenen Bauplätze mehr und kann somit den Wunsch einheimischer Familien, sich in Wutach ein Eigenheim zu erreichten, nicht erfüllen. Bereits vor rund einem Jahr wurde deshalb der Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans für ein neues Wohngebiet gefasst. Mit dem Erstellen der Planung wurde die LBBW Immobilien Kommunalentwicklung aus Stuttgart beauftragt. Mit dem Unternehmen wurde auch ein Erschließungsvertrag mit integriertem städtebaulichen Vertrag geschlossen.

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Die 20 neuen Bauplätze liegen am nordwestlichen Ortsrand von Ewattingen und schließen nördlich an das bestehende Baugebiet an der Straße „Auf dem Hinterbuck“ an. Die rund 1,6 Hektar große Fläche wird derzeit noch landwirtschaftlich genutzt, die Flächen befinden sich aber bereits im Eigentum der Gemeinde. Das Plangebiet kann über die Straße „Auf dem Hinterbuck“ angebunden werden, ferner wird das Gebiet im Osten über einen landwirtschaftlichen Weg erschlossen. Was die Entwässerung betrifft, soll das Regenwasser in ein nördlich gelegenes Retentionsbecken geleitet werden. Die Entleerung soll über eine kleine Pumpe erfolgen. Um die Abflussspitzen zu senken, sollen auf jedem Baugrundstück Retentionszisternen eingebaut werden.

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Von den 1,6 Hektar Gesamtfläche werden rund 1,4 Hektar als Baufläche zur Verfügung stehen. Die Grundstücksgrößen bezifferte Bürgermeister Christian Mauch auf durchschnittlich rund 700 Quadratmeter. Bei der Bebauung wird den Bauherren in der Gestaltung der Häuser viel Spielraum eingeräumt. Zulässig sollen Einzel- und Doppelhäuser sein.

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Einem Büro für Landschaftsökologie hat im Zuge der Planung auch ein artenschutzrechtliches Gutachten erstellt. Dabei wurden zwei Feldlerchenreviere festgestellt, die durch eine Bebauung beeinträchtig werden. Für den Verlust der Feldlerchenreviere wurden entsprechende Ausgleichsmaßnahmen festgesetzt, die noch vor der Erschließung des Baugebietes umgesetzt werden müssen. Innerhalb des Baugebietes sollen die einzelnen Grundstücke über drei Stichstraßen erreichbar sein. Gehwege sind laut Bürgermeister Christian Mauch aus Kostengründen allerdings nicht vorgesehen.

Sorge um Sicherheit der Fußgänger

Mit dem Verzicht auf Gehwege konnte sich Gemeinderat Frank Grieshaber nicht ganz anfreunden. Wenigstens einseitige Gehwege wären für ihn notwendig, um die Sicherheit der Fußgänger zu gewährleisten. Die Sicherheit sei gewährleistet, meinte dazu der Rathauschef und verwies darauf, dass die Straßen mit einer Breite von 5,50 Metern genügend Raum auch für Fußgänger bieten würden. Außerdem handle es sich ja um reine Anwohnerwege und um keine Durchfahrtsstraßen. Von Erich Zimmermann und Günter Nosbüsch wurde die Möglichkeit einer 30er-Zone angesprochen, was den Sicherheitsaspekt ja auch erhöhen würde.

Die Preise

Wie sieht es mit den Grundstückspreisen aus? Danach hatte bereits ein Zuhörer im Vorfeld der Planvorstellung gefragt. Zu den Preisen könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen, meinte dazu Bürgermeister Christian Mauch. Die Preise würden anhand der tatsächlichen Erschließungskosten kalkuliert und diese seien noch nicht bekannt. Klar sei aber, dass man die Bauplätze nicht unter Wert verkaufen könne, verwies Mauch auf eine Vorschrift in der Gemeindeordnung.

Wie geht es jetzt weiter?

Nach dem jetzt gebilligten Entwurf des Bebauungsplans „Bogenrücken“ geht das Planwerk in die Offenlage. Im März 2021 soll dann über die eingegangenen Anregungen beraten werden. Parallel dazu soll die Erschließungsplanung auf den Weg gebracht werden. Bürgermeister Mauch rechnet damit, dass dann auch im kommenden Jahr mit der Erschließung begonnen werden kann. Reservierungen für Baugrundstücke könnten dann im zweiten Halbjahr 2021 möglich sein. „Wir haben großes Interesse daran, das Verfahren schnellstmöglich abzuschließen“, sagte der Bürgermeister.

Gute Lage

Gemeinderat Wolfgang Dornfeld lobte am Ende der Beratungen die Planungen. Bei der Fläche handle es sich um ein Filetstück in Ewattingen: „Das wird ein Top-Baugebiet in hervorragender Lage und mit toller Sicht.“ Es sei sehr zu begrüßen, dass man jungen Familien wieder die Möglichkeit bietet, in Ewattingen zu bauen.