Die Orientierungsdaten für den kommunalen Haushaltsplan 2021 verdeutlichen, was Bürgermeister Christian Mauch in den vergangenen Monaten immer wieder und auch in der jüngsten Gemeinderatssitzung erneut betonte – es wird kein einfaches kommendes Jahr für Wutach.

Gemeindekämmerer Arnold Hettich rechnet in den Planungen fürs kommende Jahr – um die Gewerbesteuer-, Finanzausgleichs- und Kreisumlage bereinigt – insgesamt mit Steuereinnahmen von 844.000 Euro – oder anders ausgedrückt mit einem Minus von etwas mehr als einem Zehntel (100.500 Euro) zum voraussichtlichen Rechnungsergebnis 2020 (944.500 Euro).

Es seien dies wenig erfreuliche Zahlen, die sich aus den Orientierungsdaten ergeben. Die Gemeinde rechnet 2021 mit deutlich geringeren Gewerbesteuereinnahmen (Plan 2021: 112.100 Euro) – rund 44 Prozent (minus 89.600 Euro) weniger als das voraussichtliche Rechnungsergebnis 2020 (201.700 Euro).

Die Gemeinde könne versuchen, die Einnahmen zu erhöhen, Ausgaben zu senken, so Christian Mauch. Steuererhöhungen müssten gut überlegt sein. Eine bedingte Möglichkeit, Steuerausfälle zu kompensieren, sieht er durch Erhöhung des Steuerhebesatzes der Grundsteuer B (bebaute und unbebaute Grundstücke in Wutach 300 v. H.; Durchschnitt Landkreis Waldshut 359 v. H. und Regierungsbezirk Freiburg 390 v. H.).

Der Rat müsse sich Gedanken machen, ob und in welchem Rahmen dies denkbar sei, so Christian Mauch. Der Hebesatz Grundsteuer A (Landwirtschaft) liege in Wutach (490 v. H.) bereits weit über den Vergleichswerten (Durchschnitt Landkreis Waldshut 333 v. H. und Regierungsbezirk Freiburg 348 v. H.). Eine Erhöhung des Hebesatzes der Gewerbesteuer (Wutach 340 v. H.; Durchschnitt Landkreis Waldshut 358 v. H. und Regierungsbezirk Freiburg 360 v. H.) sei im Hinblick auf das geplante 1,64 Hektar große Gewerbegebiet „Vor Gärten“ auf Gemarkung Ewattingen wenig zielführend.

Ihn schmerze zwar der prognostizierte Einnahmerückgang im kommunalen Haushalt 2021, so Gemeinderat Wolfgang Dornfeld (Unabhängige Wählergemeinschaft Wutach), jedoch bewege dieser sich in der Größenordnung, mit der das Gremium bereits gerechnet habe. Die Gemeinde bleibe trotzdem handlungsfähig. Es bleibe abzuwarten, wie sich das Jahr entwickele, äußerte sich Christian Mauch. Letztlich handele es sich hier um Schätzungszahlen für den kommunalen Haushalt.