Die Nachbarschaftshilfe des Ja-Vereins attraktives Dorfleben Mauchen hat sich auch während der Corona-Pandemie bewährt. Die steigende Nachfrage wird mit 150 Helfern gedeckt, neue Helfer sind willkommen. Andrea Ebe stellt ihr Ehrenamt vor.

Im Pressegespräch zusammen mit der Einsatzleiterin für das Wutachtal, Gisela Güntert, erläuterte die ehrenamtliche Helferin Andrea Ebe ihre Tätigkeit: „Ich wollte etwas Positives bewirken können, damit die Menschen länger zu Hause bleiben können. In erster Linie war es der soziale Aspekt, vor Ort zu helfen, vor der Haustür.“ Andrea Ebe stieg als Helferin bereits vor Jahren ein, die Gründung des Vereins war im November 2012. Derzeit betreut sie vier Menschen. Dafür erhält sie eine Aufwandsentschädigung von bis zu 2400 Euro im Jahr. „Ich mache es nicht wegen des Geldes, aber es ist schön, dass es eine Aufwandsentschädigung dazu gibt, wie ein Bonbon.“

„Wir wollen die Menschen unterstützen, die Angehörigen zu entlasten. Es ist oft so, dass wir sehr viel Spannung rausnehmen können. Die Helferinnen sind unser Schatz“, freut sich Einsatzleiterin Gisela Güntert. Der Kontakt untereinander sei sehr herzlich, über die Schulungen kennen sich die Helferinnen, auch viele männliche Helfer gibt es bereits. Das Erstgespräch mit dem neuen Kunden findet immer mit der Einsatzleiterin statt.

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Der Verein verfügt über die drei Einsatzleiterinnen Gisela Güntert (Wutachtal), Edith Schattmaier (Ühlingen-Birkendorf und Grafenhausen) und Sonny Buchmüller (Bonndorf und Wutach). „Da lernt man sich gegenseitig kennen und kann relativ schnell entscheiden, ob es passt. Beide Seiten können dies entscheiden“, erklärt Andrea Ebe. Bei einer Kundin ist sie bereits seit sechs Jahren: „Du baust eine Beziehung auf. Das tut mir gut, du gehörst zur Familie dazu.“ Die Besuche erfolgen wöchentlich oder 14-tägig zwischen zwei und zweieinhalb Stunden.

Von der Art der Tätigkeit war Andrea Ebe bereits vielseitig aktiv, von hauswirtschaftlicher Hilfe wie Einkaufen, Fahrten zu Arzt, beim Putzen und Kochen helfen bis hin zu Beschäftigungsmaßnahmen wie Spazierengehen, zum Friedhof laufen und Gesellschaftsspiele spielen. Dazu gehören auch die Mithilfe bei Antragstellung und Betreuung von Demenzkranken.

Einsatzleiterin Gisela Güntert erläutert den Ablauf: „Bei der Erstberatung schaue ich mir die Situation an, stelle den Hilfsbedarf fest und setze dann den entsprechenden Helfer ein.“ Feedback-Gespräche sind für beide Seiten, sowohl Helfer/in als auch Klient/in, wichtig und hilfreich. „Viele wissen noch nicht, dass wir die Anerkennung von Entlastungsleistungen haben, 125 Euro im Monat dürfen über uns beansprucht werden.“ Jeder Helfer der Nachbarschaftshilfe bildet sich mit mehr als 30 Stunden vorher und acht Stunden jährlich über Schulungen weiter.

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