Der Kunstverein Stühlingen hat seine Spendenaktion für die Corona-Opfer im italienischen Bergamo abgeschlossen. 1850 Euro hat der Verein an die katholische Pfarrkirchenstiftung St. Michael Mering überwiesen und so einen Beitrag zur Hilfe der Corona-Opfer der italienischen Provinz Bergamo geleistet. Die elf teilnehmenden Künstler haben mindestens 80 Prozent des Verkaufserlöses gespendet.

  • Solidarität: Kassiererin Edyta Nadolska-Scheib freut sich sehr über dieses Zeichen der Solidarität: „Kunst beweist sich also auch als Zahlungsmittel in einer Krisenzeit, die einer Haltung bedarf. Diese Haltung ist, neben dem Wirken als Solitär für jeden von uns Künstlern, auch als solidarisches Mitglied einer Gemeinschaft mitverantwortlich zu handeln. Ungleiche Überlebenschancen führen zu Bedrohungen für Menschen, deren ohne Unterstützung traumatische Erfahrungen bevorstehen. Als Sinn stiftend hat sich diese Aktion ohne Zweifel erwiesen.“
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  • Rege Nachfrage: Elf Mitglieder des Kunstvereins haben sich an der Aktion beteiligt. Das Angebot, mit einem Kunstwerk-Kauf mindestens 80 Prozent des Geldes für einen guten Zweck zu spenden, wurde rege genutzt. Malereien und Skulpturen der deutschen und schweizer Künstler Edyta Nadolska-Scheib, Hans Russenberger, Christine Pflanzl, Gerhard Schwarz, Peter Klein, Jochen Lemke, Christian Pflanzl, Ruth Bächtold, Martin Oppe, Verena Wanner und Trudi Schüeli wurden verkauft.
Verkauft wurde auch die Skulptur „Brücke“ von Gerhard Schwarz vom Kunstverein Stühlingen. Innerhalb kürzester Zeit waren die Gemälde und Skulpturen für die Spendenaktion verkauft.
Verkauft wurde auch die Skulptur „Brücke“ von Gerhard Schwarz vom Kunstverein Stühlingen. Innerhalb kürzester Zeit waren die Gemälde und Skulpturen für die Spendenaktion verkauft. | Bild: Jutta Binner-Schwarz
  • Darunter war das Werk „Brücke“ von Gerhard Schwarz, auf dem sich Menschen auf einer Hälfte tummeln, während die andere leer bleibt. Oder die dem Virus nachempfundenen EPS-Kugeln für den Innen- und Außenbereich „Kronkora“ und „Corona extra“ von Jochen Lemke. Christian Pflanzl hatte auf Japan-Papier mit Wachskreide und Buntstift den historischen Stadtgraben von Stühlingen verewigt, Christine Pflanzl schrieb in Mischtechnik einen Spruch zum Thema „Hoffnung“ von Franz von Assisi auf ein Schriftband.
Verkauft wurde auch das Bild „Stühlingen, historischer Stadtgraben“ des Künstlers Christian Pflanzl. Mit Wachskreide und Buntstift hat er auf Japan-Papier ein Stück heimischer Geschichte verewigt.
Verkauft wurde auch das Bild „Stühlingen, historischer Stadtgraben“ des Künstlers Christian Pflanzl. Mit Wachskreide und Buntstift hat er auf Japan-Papier ein Stück heimischer Geschichte verewigt. | Bild: Christian Pflanzl
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  • Sinn erfüllt: „Die Summe wird neben vielen Spenden von Institutionen und Privatpersonen ganz direkt und aktuell den ärmsten und bedürftigsten Menschen zugutekommen“, sagt Edyta Nadolska-Scheib. Was auch in Zukunft wegweisend bleibe, lasse sich vielleicht am besten mit einem Zitat von Albert Camus ausdrücken: „Was mich interessiert, ist, ein Mensch zu sein.“

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