Die Teilnahme am Weltgebetstag um geistliche Berufungen war Thema der Gottesdienste in der Seelsorgeeinheit Eggingen-Stühlingen Heilig Kreuz.

  • Weltgebetstag: Der Leiter Pfarrer Karl-Michael Klotz hatte im Vorfeld alle elf Gemeindeteams angefragt, sich einzubringen. Das Jahresmotto des Weltgebetstags um geistliche Berufungen lautete „Für wen bin ich da?“ Pfarrer Klotz erläuterte: „Jeder konnte ganz frei entscheiden, wie er sich in dieses große Gebet der ganzen Gemeinden einbindet. Also mal eine halbe Stunde, aber nicht 24 Stunden am Stück, das schaffen wir gar nicht.“ Dies gibt es in den Klöstern gelebten Glaubens oder am Lindenberg bei St. Peter.
Die Seelsorgeeinheit Eggingen-Stühlingen hatte am Weltgebetstag um geistliche Berufungen teilgenommen. Den Abschluss bildete der ...
Die Seelsorgeeinheit Eggingen-Stühlingen hatte am Weltgebetstag um geistliche Berufungen teilgenommen. Den Abschluss bildete der Gottesdienst in Grimmelshofen mit vielen Gottesdienstbesuchern, für die die Wiese hinter der alten Kochschule mit Stühlen auf Abstand gestellt waren. | Bild: Yvonne Würth

Gestartet wurde mit der Abendmesse in Eberfingen, der Abschluss fand beim Freiluftgottesdienst am Sonntag in Grimmelshofen statt. Daneben fand das Thema in Gebetseinheiten auch an anderen Orten statt wie in Schwaningen. In der Kirche Heilig Kreuz Stühlingen wurde eine Anbetungszeit im Anschluss an den Gottesdienst angesetzt.

  • Der Abschlussgottesdienst in Grimmelshofen: Aufgrund der kleineren Kirchen finden in Wangen, Blumegg und Grimmelshofen seit einigen Wochen Freiluft-Gottesdienste am Sonntagnachmittag um 17.30 Uhr statt, damit der Abstand untereinander eingehalten werden kann. Bei schlechtem Wetter dürfen auch die Gemeindesäle genutzt werden. Bei schönstem Frühlingswetter saß eine große Schar Gläubiger am vergangenen Sonntag auf der Wiese hinter der alten Kochschule in Grimmelshofen.
Musikalisch mitgestaltet hatte das Ensemble des gemischten Chors Grimmelshofen den Gottesdienst (von links): Edmund Burger, Andrea ...
Musikalisch mitgestaltet hatte das Ensemble des gemischten Chors Grimmelshofen den Gottesdienst (von links): Edmund Burger, Andrea Burger, Brigitte Heer und Dirigent Andreas Heer. | Bild: Yvonne Würth

Pfarrer Karl-Michael Klotz setzte das Jahresmotto „Für wen bin ich da?“ so um, dass jeder sich angesprochen fühlte: „Weil Sie alle dazu berufen sind, für Ihre Mitmenschen da zu sein.“ Der Friseursalon sei gerade aktuell ein Umschlagplatz von Informationen und der Friseur ein Seelsorger. Sich zur Kirche zu bekennen, sei angesichts der aktuellen Diskussionen (Segnung von homosexuellen Paaren) besonders anstrengend. „Wozu brauche ich Kirche? Kirche ist das, was wir tun“, dabei könne jeder etwas beitragen. Sich auf Fragen einlassen, in die Tiefe gehen, dies durchlaufe jeder, der sich seinem Glauben stellt.