Zum christlichen Brauch der Herbergssuche, auch Frauentragen genannt, lädt das Gemeindeteam Stühlingen mit Gabi Würth und Elke Healey in der Adventszeit ein. Mit der Herbergssuche soll auf Weihnachten eingestimmt werden.

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Gemäß der Erzählung der Herbergssuche im Lukasevangelium 2,7 fanden Josef und Maria keinen Platz in Bethlehem. Sie mussten in einem Stall übernachten, wo Jesus geboren wurde. Daraus entstand die Tradition, im Advent eine Figur der schwangeren Gottesmutter Maria für eine Nacht bei sich aufzunehmen. „Wer die schwangere Muttergottes bei sich zu Hause aufnimmt, sollte sich Zeit für eine kleine Adventsfeier nehmen. Anregungen und Vorlagen dazu, sowie ein Tagebuch, in das Gedanken, Bitten, Dank, Fotos oder gemalte Bilder eingetragen werden können, wandern begleitend mit.“ Gabi Würth übernimmt seit diesem Jahr zusammen mit Elke Healey die Organisation der Herbergssuche.

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Elsmarie Klösel hatte diesen Brauch bereits seit 1990 gepflegt und organisiert. Von ihr stammt auch die Leihgabe der Marienfigur, welche in einer mit Stoff ausgeschlagenen Holzkiste, einem Schränkle, sicher transportiert werden kann. Hubert Klösel hatte das Schränkle passgenau und mit Türchen angefertigt, die restaurierte Gipsfigur soll auch während der Gebete drin bleiben. Nach der Coronapause 2020 führen Gabi Würth und Elke Healey die Tradition nun weiter und bedanken sich für die Leihgabe der Marienfigur bei Elsmarie Klösel. „Als das Gemeindeteam neu aufgestellt wurde, ging es darum, wer was machen will. Ich wollte das Frauentragen übernehmen, letztes Jahr ging es wegen der Pandemie nicht, nun starten wir neu. Ich hoffe, dass sich auch Familien angesprochen fühlen“, erklärt Gabi Würth.

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Am Sonntag wurde die Herbergssuche in der Heilig-Kreuz-Kirche Stühlingen verkündet, dort hängt auch die Liste aus. Das Kapuzinerkloster Stühlingen und das Pflegeheim in den Brunnenwiesen Stühlingen haben bereits fest ihre Teilnahme zugesagt. Ideen, wie die Feier modern, kindgerecht und ansprechend für die ganze Familie gestaltet werden kann, liegen bei. Gebete und Lieder für die Feier im Familienkreis können je nach Geschmack ausgewählt werden, wichtig ist hierbei allerdings die gleiche Sorgfalt, die für die Figur selbst auch aufgewendet werden soll.

Hubert Klösel hatte einen Schrein für die Marienfigur gefertigt. Die Leihgabe von Elsmarie Klösel wird als Symbol vom Sonntag an täglich zeremoniell von Haus zu Haus gereicht und an Heiligabend wieder zurück in die Kirche gebracht. Im Tagebuch können die Familien und Einzelpersonen ihre Eindrücke eintragen, Bilder dazu malen und kleben, die Feiern im Familienkreis zuhause können modern und kindgerecht gestaltet werden, es liegen Tipps und Hilfen bei für Sprüche und Lieder. Die neuen Organisatorinnen für die Herbergssuche im Advent sind Gabi Würth und Elke Healey.
Hubert Klösel hatte einen Schrein für die Marienfigur gefertigt. Die Leihgabe von Elsmarie Klösel wird als Symbol vom Sonntag an täglich zeremoniell von Haus zu Haus gereicht und an Heiligabend wieder zurück in die Kirche gebracht. Im Tagebuch können die Familien und Einzelpersonen ihre Eindrücke eintragen, Bilder dazu malen und kleben, die Feiern im Familienkreis zuhause können modern und kindgerecht gestaltet werden, es liegen Tipps und Hilfen bei für Sprüche und Lieder. Die neuen Organisatorinnen für die Herbergssuche im Advent sind Gabi Würth und Elke Healey. | Bild: Yvonne Würth

„Man kann das auch ganz einfach gestalten. Es geht einfach darum, dass man die Maria für eine Nacht beherbergt. Sie soll nicht im Hausgang stehen bleiben, sondern schon willkommen geheißen werden.“ Gabi Würth schlägt vor, den Schrein mit der Figur auf einen Tisch oder die Anrichte zu stellen, eine Kerze anzuzünden und davor zu beten. „Es geht auch darum, dass man untereinander ins Gespräch kommt. Wegen Corona sollte die Übergabe an der Haustür stattfinden.“