Den Impuls zur Gründung eines lokalen Arbeitskreises Natur und Umwelt gab der Gemeinderat Wutach in der jüngsten Sitzung. Dieser Arbeitskreis soll in der Bevölkerung verankerter sein. Aus dem Arbeitskreis sollen Projekte entstehen, die die auf lokaler Ebene immer deutlicher werdenden Folgen des Klimawandels abmildern oder zu einem Besseren wenden sollen.

Die politischen Vorgaben zur Klimaverbesserung abzuwarten sei keine Option, erläuterte Bürgermeister Christian Mauch. Veränderungen auf lokaler Ebene müssten durch Handeln in der Gemeinde Wutach vorangetrieben werden. Eine Chance sieht der Bürgermeister in der Gründung eines Arbeitskreises, und dies eigeninitiativ in der Bevölkerung. Die jetzige Entscheidung des Gemeinderat diene lediglich einem notwendigen Impuls.

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Die Idee des Arbeitskreises Natur und Umwelt war in einer Klausurtagung des Gremiums im vergangenen Oktober geboren worden. Im Gremium habe man die deutlichen Zeichen einer sich verändernden Umwelt auf der Gemarkung Wutach diskutiert, so Christian Mauch: Klimawandel (Erwärmung, extreme Wetterereignisse), Dynamik beim Arten- und Waldsterben, Folgen für die natürlichen Lebensgrundlagen seien als Schlagworte gefallen. Natur und Umwelt müssen auch für Wutach einen höheren Stellenwert als bisher einnehmen, mahnte Christian Mauch an. Schadereignisse trafen in den vergangenen Jahren auch die Gemeinde.

Breite Basis der Bevölkerung

Einig war man sich, dass diese Aufgabe nicht durch einen Gemeinderatsausschuss angegangen werden soll. Es bedarf einer breiten Basis in der Bevölkerung. Er rechne mit einer größeren öffentlichen Akzeptanz bei einer Umsetzung von Maßnahmen, die in einem Arbeitskreis angestoßen werden, zeigte sich Christian Mauch zuversichtlich.

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Organisiert werden soll der Arbeitskreis bürgerschaftlich. Der Gemeinderat stelle keine Konkurrenzinstitution dar, versicherte Christian Mauch. Der Arbeitskreis erhalte ein Vorschlagsrecht. Themen mit lokalem Bezug zu Wutach soll sich der Arbeitskreis selbst suchen und setzen. Eine Umsetzung von Projekten möchte die Gemeinde dann unterstützen.

Er habe ein gutes Gefühl, dass sich Einwohner in einem Arbeitskreis engagieren werden, so Gemeinderat Günter Nosbüsch (Unabhängige Wählergemeinschaft Wutach; UWW). Der Gemeinderat könne dann zusammen mit dem Arbeitskreis einiges bewegen. Ratskollege Erich Zimmermann (UWW) zeigte sich zwar ebenfalls angetan, allein es fehle ihm an einem Kern, von dem aus der Arbeitskreis gesteuert werde. In der offenen, weitgehend vorgabelosen Herangehensweise liege doch gerade die Chance, argumentierte Christian Mauch. Die Gruppe könne sich selbst organisieren und eigene Themenschwerpunkte zu Umwelt und Natur setzen. Ein positives Echo zur Gründung eines Arbeitskreises kam auch von Corina Thoma (CDU) und Philipp Keller (UWW).

So geht es weiter

Der Gemeinderat Wutach beauftragte die Verwaltung schließlich, möglichst bald eine Einladung zur Gründung eines Arbeitskreises Natur und Umwelt öffentlich auszusprechen.