Die Reihe der Sanierungen der Kirchen der Seelsorgeeinheit Eggingen-Stühlingen Heilig Kreuz schließt mit der Kirche St. Gallus Mauchen.

Jüngste Maßnahmen

Nachdem der schadhafte Turm 1963 komplett abgetragen und ersetzt werden musste und es über die Jahre immer wieder Renovierungen gab, zuletzt 2003, stehen aktuell keine größeren Arbeiten an.

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„Die Mauchener haben in den letzten Jahren fleißig Geld gesammelt, etwa 13.000 Euro, damit die Orgel der St. Gallus Filialkirche statt eines zweiten Manuals (zu teuer) eine Ergänzung des Registers Flötbass 8´ und neue Becher der tiefen Oktave in der Trompete 8´ erhalten kann. Zudem wird die Orgel gereinigt, Schimmelbildung beseitigt und neu gestimmt. Kosten etwa 20.000 Euro“, erläutert Pfarrer Karl-Michael Klotz.

Die Mauchener haben in den letzten Jahren fleißig Geld gesammelt, damit die Orgel der St. Gallus Filialkirche statt eines zweiten Manuals, eine Ergänzung des Registers Flötbass 8´ und neue Becher der tiefen Oktave in der Trompete 8´ erhält.
Die Mauchener haben in den letzten Jahren fleißig Geld gesammelt, damit die Orgel der St. Gallus Filialkirche statt eines zweiten Manuals, eine Ergänzung des Registers Flötbass 8´ und neue Becher der tiefen Oktave in der Trompete 8´ erhält. | Bild: Yvonne Würth
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Kirchenorgel

Die Orgel ist ein Sorgenkind seit der Turmrenovierung 1963/64. Die im Jahr 1912/14 auf der Empore eingebaute Orgel der Firma Wilhelm Schwarz aus Überlingen erlitt nach der Turmrenovierung schwere Wasserschäden. Immer wieder drang durch den undichten Kirchturm Wasser ein und floss über die Tastatur in die Orgel, sodass ab 1993 nur noch ein Manual überhaupt bespielbar war.

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Organist Adelbert Eichkorn beherrschte als einziger das Spiel auf dem tückischen Instrument. Das Angebot der Firma Fischer und Krämer zur Erneuerung der Mechanik, der Pfeifen und des ersten Manuals wurde bis 2007 für 46.000 Euro umgesetzt. Weitere Arbeiten waren zu teuer, das Ordinariat Freiburg trug mit einem Zuschuss von sieben Prozent der Gesamtkosten einen Betrag bei, den restlichen Teil hatte die Pfarrgemeinde zu tragen.

Die Kirche St. Gallus Mauchen erhielt in den 80er Jahren einen modernen Altar mit einem Gemälde des Künstlers Sludzinski, das den Lebensbaum darstellt und über dem das Auge Gottes wacht.
Die Kirche St. Gallus Mauchen erhielt in den 80er Jahren einen modernen Altar mit einem Gemälde des Künstlers Sludzinski, das den Lebensbaum darstellt und über dem das Auge Gottes wacht. | Bild: Yvonne Würth
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Im Februar 2007 hatte Orgelinspektor Professor Bernhard Marx die Orgel beim Gottesdienst und Orgelkonzert zum Klingen gebracht, nachdem sie von Pfarrer Olaf Winter und Dekan Werner Tröndle geweiht worden war.

Zahlreiche Aktionen der Pfarrgemeinde zur Beschaffung von Spendengeldern waren vorausgegangen und hatten sich bis heute angeschlossen, der damalige Pfarrgemeinderatsvorsitzende Bernhard Rebmann hatte mit seinem Team viele Ideen verwirklicht: Kirchenkonzerte, Patroziniumsfeiern, Suppensonntage und ein Pfeifenbasar wurden veranstaltet, um Geld für die Kirchenorgel zu sammeln.

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Geschichte der Kirche

Die erste urkundliche Erwähnung von Mauchen als Filiale der Pfarrei Bettmaringen stammt aus dem Jahr 1157, archäologische Funde weisen auf eine kontinuierliche Besiedlung des Mauchener Tals von der Mittelbronzezeit bis zur alamannischen Dorfgründung im 7. oder 8. Jahrhundert hin.

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Die Vorgängerkirche der heutigen Kirche St. Gallus war eine Kapelle und stand in der „Alten Kirchgasse“ hinter Geng´s Linde, umgeben vom „Leichenacker“, dem damaligen Friedhof. 1739 musste der Kirchturm dieser Kapelle erneuert werden, 1806 brannten die Kapelle und vier weitere Häuser ab. Der Neubau erfolgte im selben Jahr, doch auf dem heutigen Platz. Diese Kirche brannte 1875 beim großen Dorfbrand ab, übrig blieben nur das alte Taufbecken und ein Rudiment des großen Kreuzes.

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Mit finanzieller Unterstützung des katholischen Oberstiftungsrat wurde die Kirche im neobyzantinischen Stil wieder aufgebaut, Baumeister war Heinrich Hübsch. Nach zahlreichen Renovierungen, darunter in den 60er Jahren im heute nicht mehr verständlichen asketischen Stil mit weiß getünchten Wänden, ist seit den 80er Jahren der modern gestaltete Altar Mittelpunkt und Blickfang.