Der Mai ist nicht nur Wonne- sondern auch Marienmonat. Katholiken feiern zu Ehren der Mutter Gottes in diesem Monat traditionell Maiandachten. In der Seelsorgeeinheit Bonndorf-Wutach wurde dieser Zyklus am Feiertag des 1. Mai im Rahmen eines Wallfahrtsgottesdienstes an der Ewattinger Wolfgangkapelle eröffnet. Mitgestaltet haben diese Messfeier Anastasia Färber und Eduard Zimmermann.

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Am Sonntagabend wurde die Reihe mit einem „Österlichen Marienlob im Mai“ in der Bonndorfer Pfarrkirche fortgeführt. Musikalisch prägten Burga Schall und Mario Isele diese Andacht. Im kongenialen Zusammenspiel begleitete der Organist den herausragenden Gesang der Leiterin des Bonndorfer Kirchenchores. Höhepunkt war dabei zweifelsohne das Ave Maria von Franz Schubert. Österliches Liedgut, wie „Freu dich erlöste Christenheit“ oder „Freu dich du Himmelskönigin“ schlossen musikalisch den Kreis um Gebete und Texte von Pfarrer Fabian Schneider.

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In nahezu allen Gemeinden der Seelsorgeeinheit werden im Verlauf des Monats weitere Maiandachten gefeiert, unter anderem am kommenden Sonntag um 17.30 Uhr an der Mariengrotte in Münchingen. Am 30. Mai findet am Brunnaderner Berg die letzte diesjährige Maiandacht statt. Die weiteren Termine sind im aktuellen Pfarrblatt oder im Internet (www.kath-bonndorf.de) ersichtlich.

Burga Schall und Mario Isele gestalteten musikalisch die Maiandacht am Sonntagabend in Bonndorf. Das „Ave Maria“ war dabei symbolträchtiger Auftakt in den Marienmonat und zweifelsohne musikalischer Höhepunkt.
Burga Schall und Mario Isele gestalteten musikalisch die Maiandacht am Sonntagabend in Bonndorf. Das „Ave Maria“ war dabei symbolträchtiger Auftakt in den Marienmonat und zweifelsohne musikalischer Höhepunkt. | Bild: Martha Weishaar

Hier noch ein Blick auf die Hintergründe der Andachten: Die Marienverehrung in Form von Maiandachten nahm ihren Anfang in der Barockzeit. Mitte des 18. Jahrhunderts wurden in Italien erste Maiandachten gefeiert, 1841 erstmals in Deutschland. Im Verlauf der folgenden hundert Jahre erfreuten sich Maiandachten zunehmender Beliebtheit, woran die Marienerscheinung von Lourdes im Jahr 1858 maßgeblich Anteil haben dürfte.