Sie dürfen wieder schwimmen, planschen und ins Wasser springen. Das Schwimmbad in Stühlingen im Weilertal öffnet am Samstag und startet damit in die Saison. Allerdings dürfen nur Mitglieder des Vereins Schwimmfreunde Stühlingen die beliebte Einrichtung nutzen, wie Bürgermeister Joachim Burger und Frank Pieper, Vorstand Öffentlichkeitsarbeit der Schwimmfreunde, mitteilen. Sprich, 253 Personen sind dazu berechtigt, ins Freibad zu kommen. Die Besucherzahl ist aber auf 150 begrenzt.

Nach langer und reiflicher Überlegung

Nach vielen Gesprächen, Diskussionen und Treffen habe sich der Verein auf die neue Situation eingerichtet. „Wir haben schon sehr viele Vorbereitungen für einen möglichen Betrieb getroffen“, sagt Pieper. Den Verantwortlichen sei bewusst, dass es für die Gesamtbevölkerung keine populäre Entscheidung sei. „Aber wir haben uns das sehr lange und sehr reiflich überlegt.“

Viele und schwer umsetzbare Auflagen

Er verweist auf die umfassenden und schwer umsetzbaren Auflagen, die Mehrkosten und einen höheren Personaleinsatz verursachten, um den Gesundheits- und Hygienestandard möglichst hoch zu halten. „Das Nichtöffnen der umliegenden Bäder spielt bei unserer Entscheidung eine nicht unwichtige Rolle, weil wir die Besucherzahl begrenzen müssen“, ergänzt Pieper.

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Die Öffnung des Bades ist so etwas wie ein Dankeschön an die Mitglieder. „Sie sind der Grund, dass es unser Schwimmbad überhaupt noch gibt, und dass wir das Bad im Lauf der Zeit sanieren konnten“, meint Pieper. Seit 2004, als der Verein gegründet und die Regie im Stühlinger Bad übernommen hat, unterstützten die Mitglieder den Verein finanziell und mit ihrer Arbeitskraft. „Weil wir durch Corona diese Begrenzung haben, finden wir es nur fair und angebracht, diejenigen in unser Bad zu lassen, die schon lange Mitverantwortung tragen“, betont er.

Bürgermeister spricht von Spagat

Burger unterstreicht die Aussage in seiner Pressemitteilung: „Das Schwimmbad wird seit 16 Jahren unter großer Kraftanstrengung von einem Kreis ehrenamtlicher Helfer und Akteuren betrieben, die jetzt dem Spagat zwischen Einlassbeschränkungen und Umsetzung der Verordnungen mit der dafür zu tragenden Verantwortung gegenüber stehen.“

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Dies mache eine generelle Öffnung des Bades im Moment nicht möglich. Die Beteiligten, Schwimmfreunde, Stadtverwaltung und Gemeinderat, schließen jedoch nicht aus, dass der Zugang für weitere Zielgruppen ermöglicht werde, falls die Corona-Verordnungen neue Spielräume zuließen.

Vorerst keine neuen Mitglieder

Jetzt könnte man ja auf die Idee kommen, sich schnell im Verein anzumelden. Dem nimmt Pieper gleich den Wind aus den Segeln: „Wir öffnen das Bad für die Mitglieder mit dem Stand der Liste vom 20. Juni 2020. Dies steht so im Betriebskonzept und ist so mit der Stadt abgesprochen.“ Vorerst nehme der Verein also keine neuen Mitglieder auf.

Das Stühlinger Freibad ist ein Publikumsmagnet. Im vergangenen Sommer kamen 12.500 Besucher. Pieper: „An hoch frequentierten Tagen haben wir durchaus eine Zahl, die über die 400er-Marke geht.“ Solche Zahlen werden in diesen Jahr nicht zu erreichen sein. Die Schwimmfreunde rechnen auch nur mit einem geringen Teil der üblichen jährlichen Einnahmen.

Informationen im Internet:
http://www.schwimmfreunde-stuehlingen.de

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