In der Sparkasse Stühlingen ist ein Defibrillator angebracht worden. Das wertvolle Gerät ist damit immer erreichbar, um Leben zu retten. Gespendet wurde es vom Stühlinger Ortsverein des DRK und einem Spender, der anonym bleiben möchte.

Schulungen

Mit dem Defibrillator soll ein wichtiger Bereich der Grundversorgung sichergestellt werden, erklärte der Bereitschaftsleiter des DRK Stühlingen, Johann Duttlinger. Obwohl der DRK-Ortsverein finanziell und personell nicht gut dasteht, wurde diese Anschaffung getätigt. Schulungen folgen noch. „Es ist ein guter Platz hier in der Sparkasse. Vor Vandalismus geschützt, gut beleuchtet, überdacht und warm“, erklärte Bürgermeister Joachim Burger. Er bedankt sich beim Spender und dem DRK für die Anschaffung und freut sich über das große Engagement.

„Es gibt bereits Anfragen aus den Ortsteilen.“ Der Weg im Stadtgebiet zum nächsten Defibrillator kann zu weit sein, Stühlingen ist die flächengrößte Gemeinde im Landkreis mit rund 9300 Hektar in zehn Ortsteilen. Gabi Würth kümmert sich um die Pflege des Geräts, sie hatte es auch bestellt, die Kosten lagen bei 3000 Euro.

Der Defibrillator

Der für Stühlingen angeschaffte Lifepak CR2 Defibrillator ist ein automatisierter externer Defibrillator, kurz AED. Defibrillatoren sind zur Lebensrettung unverzichtbar. So werden AEDs weltweit in öffentlichen Bereichen zur Verfügung gestellt. Wer in der Herz-Lungen-Wiederbelebung ausgebildet wurde, kann AEDs zur Behandlung eines plötzlichen Herzstillstands verwenden. Die Abgabe eines elektrischen Impulses wird als Defibrillation bezeichnet. Die Defibrillation ist eine anerkannte Behandlung lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen, wie Kammerflimmern, welche zum Herzstillstand und damit zum Tod führen können.

Gabi Würth wartet den Defibrillator, der in der Sparkasse für jeden zugänglich ist. Sie zeigt im Bild die einfache Handhabung. Sobald das Gerät geöffnet wird, wird der Helfer mit Bildern und eingesprochener Erläuterung durch den Vorgang geführt.
Gabi Würth wartet den Defibrillator, der in der Sparkasse für jeden zugänglich ist. Sie zeigt im Bild die einfache Handhabung. Sobald das Gerät geöffnet wird, wird der Helfer mit Bildern und eingesprochener Erläuterung durch den Vorgang geführt. | Bild: Yvonne Würth

Patienten ab dem zweiten Lebensjahr können mit dem Defibrillator behandelt werden. Folgende Kriterien müssen erfüllt sein: Der Patient ist nicht ansprechbar, also bewusstlos, es liegt keine normale Atmung vor und es sind keine Anzeichen für eine Kreislauftätigkeit wie ein Puls, Husten oder eine Bewegung erkennbar. Nach dem Anbringen der Klebe-Elektroden auf der Brust des Patienten analysiert der Defibrillator den Herzrhythmus des Patienten. Wenn ein defibrillierbarer Rhythmus erkannt wird, liefert der Defibrillator entweder einen intensiven elektrischen Impuls/Schock zum Herzmuskel bei einem vollautomatischen Modell. Oder er weist den Helfer an, den Schock abzugeben bei einem halbautomatischen Modell.