Der Bauantrag für ein Mehrfamilienwohnhaus mit Tiefgarage im Kirchweg 14 in der Innenstadt von Stühlingen hat im Gemeinderat für Diskussionen gesorgt. Der Bauantrag für das Neun-Familien-Haus im Baugebiet „Inneres Zelgle-West“ stand nicht im Mittelpunkt, sondern die Parksituation und weitere Gestaltung des Baugebiets. Schließlich stimmte der Gemeinderat geschlossen dem Bauvorhaben zu.

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In der Bürgerfragestunde hatte Gabriele Würth wissen wollen, ob die Kirchstraße als Ringstraße weiter gebaut wird. Bürgermeister Joachim Burger bejahte dies. Eine weitere Frage von Gabriele Würth bezog sich auf die zukünftige Bebauung: „Sind in dem Gebiet auch Einfamilienhäuser geplant, um Wohnraum für Familien zu schaffen? Bisher beschränkt sich der Interessentenkreis überwiegend auf Senioren.“ Burger erklärte, dass der Bebauungsplan aufgrund der innenstädtischen Lage ausschließlich den Bau von mehrgeschossigen Gebäuden vorsieht. „Inwieweit sich dort Familien niederlassen, wird sich zeigen.“

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Auch die Frage nach öffentlichen Parkplätzen in diesem Gebiet beschäftigte den Gemeinderat. Burger erklärte, dass acht öffentliche Parkplätze vorgesehen sind, die allerdings an einem anderen Standort realisiert werden als ursprünglich geplant. Der Bauträger für das Neun-Familien-Wohnhaus inklusive Tiefgarage wird verpflichtet, 1,5 Parkplätze pro Wohnung anzulegen. „Gästeparkplätze muss er allerdings nicht einplanen“, so Burger.

Parkplätze

Zu den Bedenken aus dem Gemeinderat, dass die Zahl öffentlicher Parkplätze zu niedrig sei, sagte der Bürgermeister: „Wir können keine größere Anzahl von öffentlichen Parkplätzen für Besucher bieten, dafür sind die Flächen einfach zu teuer.“ In diesem Zuge erklärte Burger, dass Anwohner, die dauerhaft einen Parkplatz benötigen, einen der geplanten öffentlichen Parkplätze erwerben könnten.

Einheitsbrei

Gemeinderat Rüdiger Mayer (CDU) bemängelte die einheitliche Optik der Häuser des Investors, der bereits mehrere Objekte in Stühlingen gebaut hat. „Diese Mehrfamilienhäuser sehen alle nahezu identisch aus. Könnte man nicht wenigstens farblich einen Akzent setzen?“ Auch Gemeinderätin Corinna Pieper (CDU) äußerte sich zu dem Punkt kritisch: „Die Häuser erinnern an einen Einheitskasernen-Stil. Ich würde mir etwas mehr Abwechslung im Baukonzept wünschen.“