Das Ziel ist ehrgeizig: Ende Mai 2021 sollen die Sanierungs- und Umbauarbeiten in der Wutachhalle in Ewattingen abgeschlossen sein. Für Planer Daniel Wiest ist die Zielsetzung dennoch realistisch. Die Arbeiten liefen bislang nach Plan und der Großteil der noch ausstehenden Gewerke ist bereits vergeben. Die weiteren Arbeitsschritte sind somit gesichert, zeigte sich der Planer im Gespräch mit dieser Tageszeitung zuversichtlich.

Mit dem Umbau und der Erweiterung der Wutachhalle stemmt die Gemeinde Wutach ein Mammutprojekt. Rund 2,6 Millionen Euro wird das Vorhaben kosten, abzüglich der bereits zugesagten Zuschüsse in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro, hat die Kommune noch etwa 1,2 Millionen Euro aus eigener Kraft zu finanzieren. Bislang spricht alles dafür, dass man den Kostenrahmen nicht überschreiten wird.

Das Fundament für den Hallenanbau in Holzständerkonstruktion ist fertiggestellt. Bis Ende September soll der Anbau stehen.
Das Fundament für den Hallenanbau in Holzständerkonstruktion ist fertiggestellt. Bis Ende September soll der Anbau stehen. | Bild: Juliane Kühnemund

„Die Ausschreibungsergebnisse waren sehr erfreulich, außerdem setzt die Gemeinde auf Kostendisziplin bei den Gewerken“, erläuterte Bürgermeister Christian Mauch. Er fügte an, dass man nach dem jetzigen Stand der Dinge noch einen finanziellen Puffer habe für Unvorhergesehenes. Dies könne man bei einer Altbausanierung nie ganz ausschließen, es sei hier aber eher unwahrscheinlich, ergänzte Planer Daniel Wiest. Unvorhersehbares zeige sich meist bei den Rückbauarbeiten und diese seien in der Wutachhalle bereits abgeschlossen – ohne unliebsame Überraschungen.

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Die Halle präsentiert sich derzeit völlig entkernt. Im Prinzip steht nur noch der Rohbau mit Dach. Mögliche Baumängel wären also bereits zu Tage getreten, die Bausubstanz der nun fast 50 Jahre alten Halle sei aber in einem sehr guten Zustand, betonte Daniel Wiest. Dasselbe gelte für die Dachkonstruktion. Alterserscheinungen an der Konstruktion der Fensterfront seien bereits in der Vergangenheit behoben worden, sodass das Grundgerüst der Halle alle Voraussetzungen erfülle, auch die kommenden Jahrzehnte problemlos zu überdauern. Befürchtungen aus den Reihen der Bürger, eine Sanierung könnte sich als Fass ohne Boden erweisen, weshalb ein Abbruch und Neubau der Halle sinnvoller wären, hätten sich nicht bestätigt, stellte der Planer klar.

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Im Mai dieses Jahres war mit den Rückbauarbeiten begonnen worden, parallel dazu wurde das Fundament für den rund 300 Quadratmeter großen Anbau gefertigt. In der Halle wurden bereits Wände eingezogen für die neue Küche, die Umkleideräume mit Duschen und WCs und das Gerätelager. Im Anbau werden ebenfalls Lagermöglichkeiten geschaffen, weitere barrierefreie Sanitäranlagen und ein Technikraum. Außerdem wird ein großes Foyer entstehen. Der Anbau wird eine Holzständerkonstruktion sein, die Bauteile werden fertig angeliefert und müssen dann nur noch aufgerichtet werden. „Das wird noch im September klappen“, sagte dazu Bürgermeister Christian Mauch.

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Christian Mauch zeigte sich darüber erleichtert, dass bislang alle Arbeiten termingerecht ausgeführt werden konnten – trotz der Corona-Pandemie. „Die Handwerker haben unter Einhaltung der Corona-Vorschriften gute Arbeit geleistet“, lobte der Rathauschef. Als Nächstes stehen nun die Elektro- und Heizungsinstallationen an, außerdem Gipserarbeiten in den Nassräumen. Es werde die gesamte Haustechnik erneuert, ergänzte Daniel Wiest. Da die dafür notwendigen Arbeiten bereits alle vergeben sind, sehen Mauch und Wiest auch in der kommenden Bauzeit keine terminlichen Probleme. Eine gewisse Sicherheit gebe auch die Tatsache, dass fast ausschließlich Unternehmen aus der Region mit den Arbeiten beauftragt werden konnten.