Die Gebühren für das Bestattungswesen in der Gemeinde Wutach werden deutlich angehoben. Im Durchschnitt des vergangenen Jahrzehnts war durch die Gemeinde ein jährlicher Kostendeckungsanteil von rund einem Drittel der tatsächlich entstandenen Kosten erzielt worden. Der Gemeinderat stimmte in jüngster Sitzung nun einer geänderten Bestattungsgebührenordnung zu.

Eine Erdbestattung (Leistung durch die Gemeinde: Bestattung, Bestattungsplatz, Benutzung der Friedhofshalle, Grabeinfassung für Reihengrab und Streifenfundament) beispielsweise eines Erwachsenen kostet ab 2021 auf einem der drei Friedhöfe der Ortsteile Ewattingen, Lembach und Münchingen rund 57 Prozent mehr als bislang (künftig: 3100 Euro; bisher 1970 Euro).

Kostendeckungsanteil zu niedrig

Die Gemeindeaufsicht des Landrats-amts Waldshut habe die Gemeindeverwaltung Wutach darauf hingewiesen, dass der Kostendeckungsanteil im Bestattungswesen von durchschnittlich etwa einem Drittel im Vergleich zu anderen Kommunen im Landkreis Waldshut unterdurchschnittlich sei, erläuterte Bürgermeister Christian Mauch dem Rat.

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Einer Auflistung durch die Verwaltung ist zu entnehmen, dass der Deckungsanteil jährlich stark schwankt, zwischen knapp 24 Prozent und rund 56 Prozent. Finanziell macht sich dies für die Gemeinde mit einem jährlichen Fehlbetrag im Bestattungswesen von knapp 14.000 Euro (2018) bis zu mehr als 75.000 Euro (2016) bemerkbar. Zwischen 2011 und 2018 summierte sich ein Gesamtfehlbetrag von mehr als 211.000 Euro auf.

Aus diesem Grund und wegen der 2020 stark gestiegenen Kosten bei Erdbestattungen habe die Verwaltung die Kosten neu kalkuliert, so Bürgermeister Christian Mauch in der Sitzung. Um eine deutliche Erhöhung der Gebühren werde die Gemeinde nicht herumkommen. Das Ratsgremium stimmte mehrheitlich für die geänderte Gebührenordnung.

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