Da die Maiandacht der Ewattinger Landfrauen in diesem Jahr nicht wie gewohnt gefeiert werden kann, bieten die Frauen ein alternatives Angebot an. Das Bildhaus, auf der Anhöhe zwischen Ewattingen und Lembach, ist vorübergehend als „Pilgerstation“ eingerichtet.

Aktion bis Fronleichnam

Hier können alle Interessierten innehalten und sich mit einem Gebet, einem Spruch, einem Gedanken oder Wunsch an Gott, die Heilige Maria oder Jesus wenden. Ab sofort kann individuell zum Bildhaus gepilgert oder gefahren werden. Jeder Besucher bringt seinen eigenen Stift und ein Feuerzeug mit, um eine vorbereitete Kerze anzuzünden. Es liegt auch ein Buch aus, in das sich jeder eintragen kann, gaben die Landfrauen bekannt. Die Aktion läuft noch bis Fronleichnam.

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Die Geschichte des Bildhäusles reicht wohl bis in das Mittelalter zurück. Schon die Römer legten eine Verbindungsstraße an, die von Zurzach über Schleitheim und Hüfingen nach Rottweil führte und in der Nähe des heutigen Bildhäusles vorbei führte. Dieser alten Verbindung folgten auch die Pilger auf dem Jakobsweg. Zu deren Schutz und Zuflucht bestand wohl seit langer Zeit an der Stelle des Bildhauses eine Unterkunft. Auf der topographischen Karte des Großherzogtums Baden von 1848 ist das Bildhäusle als Kapelle eingetragen.

Im Innern des Bildhauses finden sich zahlreiche Bilder mit christlichen Motiven. Jetzt wurde auch eine Marienecke eingerichtet.

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