Seit gut drei Jahren ist der Neubau der Brücke in der Weizener Buchwaldstraße ein Dauerthema im Stühlinger Gemeinderat. Am Montagabend stellte das Gremium mit jeweils einstimmigem Beschluss die Weichen für den Start des Brückenprojekts.

Nach Informationen von Stadtbaumeister Frank Gatti soll mit den ausführenden Firmen der Beginn der Arbeiten für März 2020 vereinbart werden. Die Kosten für das nun in drei Gewerke aufgeteilte Projekt belaufen sich auf rund 900.000 Euro. Hinzu kommen noch Planungskosten.

Wie Bürgermeister Joachim Burger informierte, fließen Fördermittel in Höhe von 170.000 Euro für den Brückenbau. Im September rang sich der Gemeinderat dazu durch, die Ausschreibung der Arbeiten für diese Brücke aufzuheben. Wie Bauamtsleiter Frank Gatti damals informierte, lag das einzige vorliegende Angebot damals rund 86 Prozent über dem Kostenansatz. Die Planer gingen in ihren Berechnungen von Kosten in Höhe von 450.000 Euro aus.

Inzwischen wurden die Arbeiten in drei Gewerke aufgesplittet und neu ausgeschrieben. „Trotzdem ist der Ansatz wieder hoch, es ist eine komplizierte Brücke“, erläuterte Gatti. Beim Neubau müssen verschiedene Dinge berücksichtig werden.

Zum einen sollen die beiden unmittelbar bei der Brücke stehenden Häuser aufwendig gesichert werden, zum anderen muss der Durchlauf für zu erwartende Hochwasserereignisse groß genug sein. Erhalten bleiben müsse die konische Bauweise.

Eigentlich sei überhaupt hier zu wenig Platz für den Bau einer Brücke vorhanden. Gegenüber dem im September vorliegenden Angebot eines Unternehmens würden rund 189.000 Euro für die Vermittlung an Subunternehmer wegfallen, erläuterte Gatti. Günstige Preise seien in der momentanen Lage in der Baubranche nicht zu erzielen, so der Bauamtsleiter.

Zu den laufenden Kosten für die Behelfsbrücke des THW wollte sich der Bauamtsleiter in der öffentlichen Sitzung nicht äußern: „Wir konnten den Preis auf 50 Prozent der üblichen Kosten drücken.“

Günstigster Bieter für die Erd-, Stahlbeton und Straßenbauarbeiten war die Firma Schleith (Achern) mit 723.000 Euro. Den Zuschlag für die Unterfangungen und Verpressanker erhielt die Firma Bombardi GmbH aus Titisee-Neustadt zum Angebotspreis von 119.300 Euro. Die Abbruch- und Demontagearbeiten führt die Firma Heizmann und Wenzel aus Stühlingen-Lausheim aus. Mit rund 48.000 Euro war sie hier günstigster Bieter.