Was für Schüler das Berufspraktikum ist, ist für die angehenden Feuerwehrkameraden der Jugendwehren der Berufsfeuerwehrtag. Dabei taucht der Nachwuchs in das Leben eines Berufsfeuerwehrmannes ein und auch die Bevölkerung erfährt, was die Feuerwehrmänner alles leisten. In Grimmelshofen war es an diesem Wochenende für die Jugendwehrler aus Grimmelshofen, Lausheim, Blumegg und Schwaningen so weit.

Ausbildung und Einsätze

Das dicht gepackte Programm begann am Samstag mit der Fahrzeugkunde. Die Ausbildungsphasen wurden von ständigen Einsätzen unterbrochen. Dazu gehörten Einsätze mit dem Hebekissen oder Leitern, eine Katze im Baum und das Löschen von Bränden. Auch Fehlalarme drangen ins Feuerwehrgerätehaus der Grimmelshofener Wehr durch, die auch Ausrichter dieses Berufsfeuerwehrtages war. Abteilungskommandant Gerhard Pfeifer hatte sich mit den Ausbildern im Vorfeld Gedanken über den Ablauf und die Aufgaben dieses Berufsfeuerwehrtages gemacht und hat sich einen fiktiven Arbeitstag mit vielen Einsätzen ausgedacht.

Zu den Übungen beim Berufsfeuerwehrtag gehörten auch Lösch-Übungen.
Zu den Übungen beim Berufsfeuerwehrtag gehörten auch Lösch-Übungen. | Bild: Rheno van Kreuningen

Auch Dienstsport im Form von Fußball und Badminton stand auf dem Plan, unterbrochen wurde das Lernen selbstverständlich durch das gemeinsame Anschauen des Fußballspiels Deutschland gegen Schweden. Mit dem Ende der Partie endete aber nicht der Ausbildungstag: Die jungen Kameraden mussten um 22 Uhr zur Suche nach einer vermissten Person in den Grimmelshofener Wald ausrücken.

Fehlalarme unterbrechen Nachtruhe

Nach der Nachtruhe, unterbrochen durch einen kleinen Fehlalarm, ging es am Sonntagmorgen wieder zu einem Brandeinsatz zum Steinbruch auf dem Reichenberg und anschließend zum verdienten Frühstück. Hier erhielt jeder Teilnehmer zum Abschied eine Urkunde. Die Jugendlichen aus den teilnehmenden Ortsteilen hatten dabei sichtlich ihren Spaß und konnten vieles, was für die Großen selbstverständlich ist, erlernen und ausprobieren.

Auch schweres Gerät kommt zum Einsatz

Einer der Höhepunkte des ersten Berufsfeuerwehrtages war das Benutzen des schweren Gerätes zur Rettung einer unter einem Fahrzeug eingeklemmten Person. Hierbei mussten die Jungfeuerwehrleute Schere, Spreizer und Hebekissen anweden . Ein großes Lob gab es auch von Stühlingens Bürgermeister Joachim Burger, der am Samstag vorbeikam und ein Geschenke im Gepäck hatte. Lob gab es für den Nachwuchs auch von den Ausbildern und für den Applaus sorgten die Zuschauer bei den einzelnen Übungen.