Bonndorf (ts) Ein großes Erlebnis für 28 Kinder der Realschulklasse 5a war der Besuch von Corinna Filia und Matthias Mück von der DRK-Rettungshundestaffel Hochschwarzwald. Lehrerin Jutta Schär begrüßte die zwei Hundeführer und dankte für ihre Bereitschaft, den Schülern die Arbeit mit den Tieren vorzustellen. Bereitwillig beantworteten sie alle Fragen der Kinder. Lehrerin Schär erläuterte, dass zurzeit im Biologieunterricht das Thema Säugetiere auf dem Stundenplan steht. Sie sah es für wichtig an, dass die Kinder den direkten Kontakt zu den Tieren erleben. Alle sollten während des Unterrichts die verantwortungsvolle, lebensrettende und ehrenamtliche Arbeit der Hunde mit ihren Führern kennenlernen.

Corinna Filia und Matthias Mück stellten ihre Tiere Balu, Baku, Loba und Bember vor, beantworteten alles, was sich um die Hunde, ihre Ausbildung und ihre Einsätze drehte. Sie berichteten, dass die Tiere drei Jahre ausgebildet werden und nach erfolgreicher Prüfung eine Plakette für ihr Halsband bekommen. Es sei aber darauf zu achten, dass die Tiere im Einsatz nicht überfordert werden. An der Kleidung ihres Besitzers könnten sie erkennen, wann sie Hilfe leisten müssen. Wichtig für beide war den Schülern zu erklären, dass fremde Hunde nicht angefasst werden sollten und immer erst der Besitzer gefragt werden muss, ob das Tier gestreichelt werden darf.

Viele Kinder wussten, dass die Tiere unter anderem bei der Suche von Lawinenopfern, bei blinden Menschen, bei der Jagd, bei der Polizei oder als Hüte-, Schlitten und als Assistenzhunde für Behinderte wertvolle Hilfe leisten. Die Führer erklärten, dass es zwei verschiedene Arten der Ausbildung gibt. Wenn sich beispielsweise eine Person verirrt hat, wird der Hund dem individuellen Geruch des Menschen nachgehen, um ihn zu finden. Bei der Flächensuche läuft das Tier frei, bis es die Person gefunden hat und gibt dann durch Bellen seinem Führer Zeichen, wo er hin kommen soll. Bei längeren Einsätzen können auch mehrere Hunde die Arbeit übernehmen. Corinna Filia und Matthias Mück berichteten, dass sie selbst in Erster Hilfe ausgebildet sind. Interessant für die Kinder war zu sehen, welche Ausrüstungsgegenstände mitgeführt werden müssen. Dazu gehören die richtige Bekleidung wie Hose und rote Jacke mit Leuchtstreifen, Schuhe mit Stahlkappen und ein Helm. Im Rucksack sind unter anderem Taschenlampe, Erste-Hilfe-Set, Kompass, GPS-Geräte und Leckerli für die Hunde verstaut. Das Tier bekommt eine "Kenndecke", dass es als Rettungshund deutlich erkannt wird. Großen Spaß hatten alle, als Ronja die Ausrüstungsgegenstände anprobieren durfte. Auf dem Schulhof zeigten die Hunde in der Praxis, was sie gelernt haben und wie sie eine vermisste Person finden.