Handel und das Gewerbe haben für die Zukunft der Gemeinde eine zentrale Bedeutung, das betont der Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins Stühlingen (HGV), Reinhard Schmitt, immer wieder. „Ein funktionierender Handel und Gewerbe bindet die Kaufkraft der eigenen Bevölkerung und bringt sie von außen in die Gemeinde“, betont er im Gespräch mit dieser Zeitung. Große Außenwirkung haben seit vielen Jahren der Stühlinger Frühling, Stühlinger Herbst und der Weihnachtsmarkt.

HGV hat noch viele Ideen

Gibt es bei den drei HGV-Veranstaltungen noch Luft nach oben? „Die gibt es immer. Beim Handwerkerzelt im Rahmen des Stühlinger Frühlings gibt es zum Beilspiel noch Steigerungspotenzial“, sagt Schmitt: „Handwerker könnten sich gegenseitig motivieren, einen Stand zu buchen. Bei uns kann jeder mitmachen. Wenn die Handwerker aus allen Ortsteilen einmal alle drei Jahre mitmachen, wäre das Handerkerzelt immer voll.“

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Er kann sich das Zelt zudem als Info-Börse für Berufe und Ausbildungsstellen vorstellen. Auch Sonderaktionen seien ein guter Ansatz. In diesem Jahr stellt sich die Freiwillige Feuerwehr nicht nur mit Fahrzeugen vor, es gibt auch eine Schauübung. „Davon haben Feuerwehr und der HGV etwas“, sagt Schmitt. Aktivitäten, die zusätzliches Publikum anziehen, wünscht er sich auch für den Stühlinger Herbst: „Es gibt nichts langweiligeres, als nur von Stand zu Stand zu laufen!“

Der Stühlinger Frühling ist jedes Jahr ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender des Handels- und Gewerbevereins.
Der Stühlinger Frühling ist jedes Jahr ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender des Handels- und Gewerbevereins.

Wie sieht es mit den Standorten Krone Parkplatz und Wesbecherareal aus? Diese Frage stellt sich für den HGV in jedem Jahr neu. Beim Kroneplatz steht der Neubau der Sparkasse immer wieder im Raum, das Wesbecherareal, auf dem das Handwerkerzelt steht, will die Stadt für eine Bebauung vermarkten. „Alternativen für das Handwerkerzelt gibt es nicht so viele. Die Infrastruktur muss passen“, gibt der HGV-Vorsitzende zu bedenken.

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Wie entwickeln sich die drei HGV-Veranstaltungen? „Stark macht uns bei allen drei Veranstaltungen die Angebotsvielfalt“, sagt Reinhard Schmitt. Der Weihnachtsmarkt erfreue sich eine Woche vor dem ersten Advent immer größerer Beliebtheit. Der Sonntag habe sich zum Familientag entwickelt, der Besuch vom Nikolaus sei ein echter Anziehungspunkt für Kinder. „Nur die Suche nach Teilnehmern war im vergangenen Jahr harzig. Man muss da dranbleiben – Notfalls auch wieder Anzeigen schalten“, sagt Schmitt.

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Die Aktion im Frühling habe mit Abstand die größte Strahlkraft und werde im weiten Umkreis wahrgenommen. Zur Steigerung der Anziehungskraft soll eventuell eine Bühne auf der Wiese neben der Kirche aufgestellt werden. Dort könnten Events wie eine Modeschau stattfinden. Auch eine offizielle Eröffnung mit Bürgermeister Joachim Burger kann sich der HGV dort vorstellen.

Liebevoll dekorieren vielen Aussteller ihre Geschäfte und Stände beim Stühlinger Herbst.
Liebevoll dekorieren vielen Aussteller ihre Geschäfte und Stände beim Stühlinger Herbst.

Mit dem Stühlinger Herbst zeigt sich der Vorsitzende zufrieden. „Ich hätte aber noch gerne mehr Direktvermarkter“, gesteht Schmitt. Nicht aufgegeben hat er seine Idee, Gastronomen – auch aus den Ortsteilen – für die Bewertung bei Events zu gewinnen.

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Wie bekommt der HGV die steigenden Kosten in den Griff? Bei der Hauptversammlung 2018 wurde von Kassierer Günter Schneider auf hohe Kosten beim Stühlinger Frühling aufmerksam gemacht. Mit den Schwimmfreunden habe man nach langem Ringen nun eine gute Lösung gefunden. Sie sorgen nun 2019 selbst für Livemusik am Sonntag, übernehmen dafür auch die Gema-Gebühren. „Das bringt uns eine deutliche Kostenersparnis“, sagt Schmitt.

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Wie sieht der HGV die „Blaue Zone“ in der Hauptstraße? „Daran haben HGV und Stadt großes Interesse“, sagt Reinhard Schmitt. Wann sie kommt ist noch offen. Mit einer Beschränkung auf drei Stunden Parkzeit möchte der HVG Dauerparker, Wanderer und Mitarbeiter von Firmen aus der Blauen Zone raushalten. „Für die gibt es andere Parkmöglichkeiten in der Stadt“, weist der HGV-Vorsitzende auf Alternativen hin.