Sie heißen Marius, Carolin, Miriam, Leonie, Justin und Darius, sie sind zwischen sechs und zehn Jahren alt und haben seit dem vergangenen Wochenende ein ganz neues, besonderes Hobby. Sie sind die Aktiven der neuen Kinderfeuerwehr der Abteilung Eberfingen, der Freiwilligen Feuerwehr Stühlingen und sie nennen sich „Sirenenläufer“.

In der Gesamtwehr der Freiwilligen Feuerwehr Stühlingen ist dies nun bereits die zweite Gruppe beziehungsweise der zweite Ortsteil, der eine Kinderfeuerwehrgruppe gebildet hat. Den Vorreiter dafür hat bereits der Ortsteil Lausheim mit der dortigen sechsköpfigen Gruppe gemacht.

Gleich drei Betreuer gibt es in Eberfingen für diese junge Gruppe und die sind selbstverständlich auch aktiv bei der Feuerwehrabteilung dabei. „Wir möchten gerne etwas mit Kindern machen,“ erklärt Corinna Böthling, die bereits in der Jugendfeuerwehrabteilung Eberfingen ihre Laufbahn begonnen hatte und jetzt dort bei den Aktiven ist und im Berufsleben derzeit eine Ausbildung zur Erzieherin macht.

Ein weiterer Aspekt ist natürlich auch die Tatsache, dass die Feuerwehren allgemein Nachwuchssorgen haben und der Gedanke dahin geht, möglichst frühzeitig die Kinder mit der Materie bekannt zu machen, ehe sie in andere Vereine abdriften können. Doch Freiwillige Feuerwehr und andere Vereine das geht in der Regel sehr gut, wie das in den meisten Orten der Fall ist.

Auch die Musikvereine beginnen ja mit der musikalischen Früherziehung ihrer potenziellen Zöglinge mittlerweile bereits im Kindergartenalter. Schon bei ihrer Ersten Übung haben die kleinen gezeigt, dass sie durchaus mit etwas Hilfe von den Erwachsenen imstande sind ein kleines Feuer zu löschen. Warum sie bei der Kinderfeuerwehr sind, diese Frage beantwortet Marius ganz lakonisch „einfach weil’s Spaß macht.“

Auch Ortsvorsteher Wolfgang Löhle freut sich über das Engagement der Kinder und Betreuer, „Ich freue mich besonders im Hinblick auf die Freiwillige Feuerwehr, dass es möglich ist, möglichst früh potenzielle Interessenten spielerisch an dieses Gebiet heranzuführen.“ Im Vordergrund steht bei der Kinderfeuerwehr Abteilung Eberfingen jedoch zuallererst das gemeinsame Treffen ein Mal im Monat mit spielerischem erlernen wie sich auch Kinder im Brandfall verhalten sollen und was auch zu ihrem Schutz nötig ist.

Dazu gibt es Bastelzeiten, Schatzsuchen und auch mal ein Filmeabend. Wenn die jungen Floriansjünger dann zehn Jahre alt sind und noch immer dabei sind„ können sie dann in die Jugendwehr wechseln und dann ab 18 Jahren zu den Aktiven kommen. Ob andere Abteilungen nachziehen, wird sich zeigen.