Seit 2010 waren die Eintrittspreise in den beiden Freibädern Stühlingen und Mauchen konstant auf gleichem Niveau. Jetzt steigen die Preise in diesen Einrichtungen. Nach längerer Diskussion stimmte der Gemeinderat letztlich einstimmig für die Erhöhung der Gebühren um rund zehn Prozent zu. Dabei wird es künftig unterschiedliche Preise für die beiden Bäder geben. Das hatten Gespräche der Stadtverwaltung mit den beiden Schwimmbadvereinen ergeben, informierte Bürgermeister Joachim Burger.

Kombi-Karten fallen ab dieser Saison weg

Nach einem regen Meinungsaustausch entschied sich der Rat auch mit 7:6 Stimmen bei drei Enthaltungen gegen einen Antrag von David Geng (Freie Wähler): Er hatte die bisherigen Kombi-Karten zur Nutzung beider Freibäder erhalten wollen.

Unterhalten werden die beiden Freibäder von Vereinen. Seit 2004 setzten sich die Schwimmfreunde in Stühlingen für den langfristigen Erhalt, die Sanierung und Steigerung der Attraktivität des Freibades ein. Dieselben Ziele verfolgt der Förderverein Schwimmbad in Mauchen.

Investitionen machen Anpassungen nötig

Die höheren Eintrittspreise in Stühlingen erklärte Rechnungsamtsleiterin Kristin Schippmann mit den Investitionen des Schwimmbadvereins in dieses Bad. „Damit sind die beiden Bäder nicht mehr miteinander vergleichbar.“ Beide Vereine wollen bewusst auf die Kombi-Karte verzichten, erläuterte die Kämmerin. Im vergangenen Jahr hätten das 17 Familien genutzt. „Das ist nicht die Masse“, meinte Schippmann.

Das fand Geng ganz und gar nicht. „Das ist doch eine stattliche Zahl. Viele Kinder gehen in Stühlingen zur Schule und möchten danach hier ins Freibad. Auch für Familien mit kleinen Kindern ist eine Kombi-Karte sehr interessant“, so seine Argumente. Dafür hielt er einen Preis von 70 Euro für die Jahreskarte für angemessen.

Bürgermeister Burger wollte dagegen „kein Sammelsurium von Karten“ haben, zumal die beiden Schwimmbadvereine ebenfalls auf die Kombi-Karte verzichten wollen. Der Rathauschef rechnete vor, dass im vergangenen Jahr umgerechnet ein Schwimmbadbesuch 19 Cent kostete. „Wir sollten die Sache nicht verkomplizieren“, mahnte Burger. Kristin Schippmann erklärte, dass es ein komplexer Vorgang wäre, die Einnahmen aus der Kombi-Karte auf die beiden Bäder gerecht zu verteilen.

Für Gemeinderat Klaus Buntru (CDU) gab es keinen Grund, die vorgelegte Satzung zu diskutieren, da sich beide Trägervereine mit der Verwaltung geeinigt hätten.