Marlene Kech aus Ewattingen und Monika Preiser aus Bonndorf´ absolvierten im vergangenen Jahr einen Liturgiekurs der Erzdiözese Freiburg, der mit der Überreichung einer Urkunde durch Pfarrer Michael Hipp seinen feierlichen Abschluss fand.

Mit dieser Urkunde, die Erzbischof Stephan Burger für alle erfolgreichen Absolventen ausgestellt hatte, erhielt die Ewattingerin den Auftrag zur Leitung von Wortgottesfeiern am Sonntag. Marlene Kech ist nun in der Seelsorgeeinheit Bonndorf-Wutach dazu befugt, auch den sonntäglichen Gemeindegottesdienst zu leiten.

Bereits mit 13 Jahren war es der große Wunsch von Marlene Kech, dem Kirchenchor beizutreten. Seither singt sie im Chor und stand ihm 20 Jahre als Vorsitzende vor. Zudem engagierte sie sich 15 Jahre im Pfarrgemeinderat für die Belange der Pfarrgemeinde. Im Jahr 2002 fand sie eine neue Aufgabe im Amt der Mesnerin. Bereits in den Jahren zuvor stand sie für kleinere Dienste stets zur Verfügung und jeder war froh, wenn er bei ihr, die direkt unterhalb der St. Gallus Kirche mit ihrer Familie wohnt, schnell anklopfen konnte. Mit dem Amt der Mesnerin kamen nun neue Verpflichtungen auf sie zu, derer sie viele auch ehrenamtlich ausführt.

Die Ausbildung zur ehrenamtlichen Mitarbeiterin für den Gemeindegottesdienst begann im Februar des vergangenen Jahres und dauerte bis zum November. Angeboten wurde der Kurs gemeinsam vom Dekanat Schwarzwald-Baar mit dem Dekanat Waldshut. Die Kurstage fanden in Blumberg statt.

In einem theoretischen Teil wurde das Fundament der künftigen Aufgabe vermittelt. Aufgeteilt wurde dieser Inhalt in fünf Kurseinheiten. Im ersten Teil wurde das Grundverständnis der Liturgie vermittelt. Eine zweite Einheit widmete sich der Feier der Eucharistie, während im dritten Teil über den Wortgottesdienst in der Gemeinde gesprochen wurde. Weiterhin vermittelten die Kursleiter ihren Lernenden das theoretische Wissen zu den Wort-Gottes-Feiern an Sonn- und Feiertagen und an Werktagen. Auf diese Wissensvermittlung hin folgte eine Praktikumsphase in der eigenen Gemeinde. Diese dauerte vom Juli bis zum September 2015.

Marlene Kech entschied sich dafür, in Ewattingen zwei Gottesdienste und eine Maiandacht vorzubereiten. Einen davon gestaltete sie für die Firmlinge der Gemeinde, einen weiteren gemeinsam mit dem Kinderchor. Weniger die Vorbereitung war für die erfahrene Mesnerin anspruchsvoll als viel mehr die aufwendige Dokumentation der Wortgottesfeiern. Zudem musste sie alles mit ihrem Mentor aus der Pfarrgemeinde vorbesprechen. Tim Fischer, der als Organist und Kantor in Ewattingen tätig ist, hatte sich dazu bereit erklärt, mit Marlene Kech die Gottesdienstfeiern vorzubesprechen und anschließend zu dokumentieren. Ihre eigene Beurteilung und die ihres Mentors reichte sie nach der Praxiseinheit bei ihrem Kursleiter beim Dekanat Waldshut ein. In einem letzten Teil des Kurses wurden dann die Ergebnisse ausgewertet und der gesamte Kurs einer gemeinsamen Reflexion durch die Kursteilnehmer unterzogen.

Mit Marlene Kech freut sich auch die Ewattinger Gemeinde, die nun, wenn kein Priester anwesend sein kann, gemeinsam mit ihr sonntags den Gemeindegottesdienst feiern kann.