Ein Arbeitskreis soll Lösungen und Strategien beim Langzeitproblem Schweizer Landkauf auslosten. Zu diesem Ergebnis kamen Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU), BLHV und Landwirte aus der Grenzregion beim Besuch des Ministers auf dem Eierhof von Wilfried Kaiser in Stühlingen-Wangen. Vor Ort waren außer der Familie Kaiser auch der CDU-Landtagsabgeordnete und Bundestagskandidat Felix Schreiner, Bürgermeisterin Isolde Schäfer, vom BLHV Michael Martin und Siegfried Maier, der Stühlinger CDU-Stadtverbandsvorsitzende Hugo Scheu, CDU-Gemeinderat Raimund Güntert und Landwirt Markus Rogg aus Bettmaringen.

Seit vielen Jahren sorgen Landkauf oder -pacht durch Schweizer für Unmut auf der deutschen Seite. Ein zusätzliches Ärgernis wurde bei dem jüngsten Treffen angesprochen: die Schweizer fahren mit ihren schweren Treckern auch die Feldwege kaputt, für deren Instandhaltung die deutsche Seite aufkommen muss. Aber die Medaille hat bekanntlich zwei Seiten. Daran erinnerte Felix Schreiner: "Wo es Käufer und Pächter gibt, gibt es auch Verkäufer und Verpächter!" Was also tun? Wilfried Kaiser, der sich in die Thematik eingearbeitet hat, stellte frustriert fest, dass der Zuständigkeitswirrwar auf deutscher Seite eine große Hürde sei. Und so beschloss man bei diesem Ministerbesuch die Gründung eines Arbeitskreises, der neue Lösungen, Strategien erkunden soll. "Sobald es gleiches Recht für deutsche und Schweizer Landwirte gibt, hört das Dilemma auf und zwar sofort", so Wilfried Kaiser.

Aber selbst wenn die Rahmenbedingungen sich ändern würden, die Landpreise würden dann noch mehr nach oben gehen. Informiert wurde auch, dass in näherer Zukunft etwa die Hälfte aller Hofbesitzer, meist aufgrund von fehlendem Nachwuchs, aufgibt und demzufolge weitere heiß begehrte Landwirtschaftsflächen frei werden. Die Schweizer Landwirte können Dank etlicher Subventionen und Vergünstigungen Preise bieten, mit denen die Deutschen nicht mithalten können. Angesprochen wurde auch das Thema Wasserschutzgebiete, durch welche die Landwirte ihre Existenzen beeinträchtigt sehen. Nach einer Stunde brach Peter Hauk zur nächsten Station auf.