Sie waren keineswegs unter sich, die aktiven Künstler des Kunstvereins Stühlingen bei der Vernissage zur neuen Ausstellung ihrer Werke im Ortsmuseum in Beringen in der Schweiz. Rund 100 Gäste waren gekommen und konnten schon gleich beim Eintritt ins Museum einen Einblick davon gewinnen, weshalb der Titel dieser Ausstellung „Es war einmal“ lautete.

Zehn Künstler kreieren Werke für das Ortsmuseum

Zehn Künstler aus den Reihen der aktiven Kunstschaffenden des Stühlinger Kunstvereins waren dabei und hatten sich über Wochen, teilweise sogar über Jahre hinweg, von den bereits im Ortsmuseum platzierten Exponaten inspirieren lassen. So schufen sie Werke, die sich in einer ganz besonderen Harmonisierung in die Umgebung einfügen.

Liebevoll und fast wie selbstverständlich sind die einzelnen neuen Werke im Ortsmuseum Beringen für die Zeit der Ausstellung des Kunstvereins Stühlingen platziert.
Liebevoll und fast wie selbstverständlich sind die einzelnen neuen Werke im Ortsmuseum Beringen für die Zeit der Ausstellung des Kunstvereins Stühlingen platziert. | Bild: Lucia van Kreuningen

Wie diese künstlerischen Werke entstanden waren, erklärte Edytha Nadolska-Scheib in ihrer Begrüßungsrede. Nicht alle Werke waren im Museum entstanden, einige der Künstler hatten sich Impressionen und Zeichnungen geholt und zu Hause im eigenen Atelier gearbeitet. So hatten es die Besucher hin und wieder gar nicht so leicht, herauszufinden, ist dies nun ein neues Werk, oder bereits ein beständiges Museumsexponat ist. Ganz besonders Ruth Bächtold, die in Beringen in der Schweiz ihre künstlerischen Werke erschafft, ist es zu verdanken, dass die Ausstellung in Beringen stattfinden konnte.

Mit kleinen Geschenken bedankte sich Edytha Nadolska-Scheib vom Kunstverein Stühlingen bei der Vernissage im Ortsmuseum in Beringen bei Winfried Hügli vom Vorstandt des Museums und bei Ruth Bächtold.
Mit kleinen Geschenken bedankte sich Edytha Nadolska-Scheib vom Kunstverein Stühlingen bei der Vernissage im Ortsmuseum in Beringen bei Winfried Hügli vom Vorstandt des Museums und bei Ruth Bächtold. | Bild: Lucia van Kreuningen

Das ehemalige Schloss Beringen, das nunmehr seit 30 Jahren als Ortsmuseum besteht, verfügte mit der umfangreichen Sammlung von Exponaten aus dem täglichen Leben aus mehreren Jahrhunderten über ein ganz besonderes Ambiente und stellt so auch eine Herausforderung für die Künstler dar. Einige der neu geschaffenen Werke ergänzen die ausgestellten Exponate, wieder andere fügen sich trotz moderner Erarbeitung des Künstlers ganz besonders harmonisch in ein Gesamtbild ein.

Es ist das Ambiente, das die Künstler inspiriert hat, ganz besondere Werke zu schaffen. Hier zum Beispiel die Skulptur von Christian Pflanzl aus Stühlingen, die von den beiden Bildern aus früheren Zeiten inspiriert wurde.
Es ist das Ambiente, das die Künstler inspiriert hat, ganz besondere Werke zu schaffen. Hier zum Beispiel die Skulptur von Christian Pflanzl aus Stühlingen, die von den beiden Bildern aus früheren Zeiten inspiriert wurde. | Bild: Lucia van Kreuningen

Da steht eine moderne Skulptur zwischen ehemaligen Gerätschaften, die in früheren Zeiten zum Weinbau benutzt worden waren, oder ein Ölbild mit Ährenfeld hängt zwischen Gerätschaften aus der Landwirtschaft. Aber auch alltägliche Gegenstände, die an der Wand hängen, haben Künstler inspiriert, diese im Bild festzuhalten. Die Gesamtumgebung gab natürlich den Besuchern viel Gelegenheit zum Betrachten, aber auch zum Diskutieren und manch einer fand dabei auch Gegenstände der eigenen Erinnerung, sodass dieser Besuch ein Erlebnis wurde.

Ganz unscheinbar fügt sich das moderne Werk von Hans Russenberger auf das ausgestellte landwirtschaftliche Gerät im Museum in Beringen.
Ganz unscheinbar fügt sich das moderne Werk von Hans Russenberger auf das ausgestellte landwirtschaftliche Gerät im Museum in Beringen. | Bild: Lucia van Kreuninngen

Die Ausstellung: Geöffnet ist die Ausstellung an den Sonntagen, 16., 23. und 30. September, von 14 bis 17 Uhr. Am Sonntag, 23. September, gibt es um 16 Uhr eine Lesung mit der Autorin Ulrike Halbe-Bauer unter dem Titel „Schwalben über dem Fluss“, ein Textausschnitt aus dem Leben während der Badischenn Revolution 1848.