Längst sind die Stühlinger Klosterkonzerte eine feste Größe im Kulturbetrieb der Hohenlupfenstadt. Dies hat auch Bürgermeister Joachim Burger erkannt und hat beschlossen, diese Konzertreihe nach Kräften zu unterstützen. So bietet die Stadt auf ihrer Homepage einen Link, mit dem sich Aktuelles und Geschichtliches zum Thema abrufen lässt. Außerdem wird sich Joachim Burger für die Eingliederung in den bereits bestehenden Kulturbus bemühen. Dieser würde an den Konzerterminen dann auch Stühlingen, beziehungsweise die Klosterkirche, anfahren.

All dies nahm Bruder Jürgen, der die Klosterkonzerte organisiert, während eines Pressegespräches erfreut zur Kenntnis. Bruder Jürgen nutzte die Gelegenheit, die Erfolgsgeschichte der Stühlinger Klosterkonzerte zu rekapitulieren. Diese Konzertreihe geht bereits in das zwöfte Jahr. Welche organisatorischen Anstrengungen sich mit den Konzerten verbinden, erschließt sich Außenstehenden nicht unbedingt auf Anhieb. Bruder Jürgen, der inzwischen auch das siebte Lebensjahrzehnt hinter sich hat, hat sich für 2018 auf vier Konzerte beschränkt (siehe Infokasten).

Zur Bewerbung der Veranstaltungsreihe werden nicht nur die Tageszeitungen bemüht, sondern auch Plakate gedruckt und die 22 Pfarrgemeinden um Veröffentlichung von Werbetexten in den jeweiligen Pfarreiblättern und Aushang in den Kirchen gebeten. Das kostenlose Layout stammt vom Stühlinger Grafiker Helmut Heimburger. Auch zu Medien in der benachbarten Schweiz bestehen gute Kontakte. Kultur ist bekanntlich nicht zum Nullatrif zu haben. Die auftretenden Künstler, Ensembles und Chöre bekommen zumindest eine Aufwandsentschädigung. Etliche Sponsoren sorgen für finanzielle Sicherheit. Die wunderbare, im bäuerlichen Barock gehaltene Klosterkirche mit ihrer tollen Akustik, bietet den äußeren Rahmen. Auch die 1985 gebaute Orgel erfüllt die Anforderungen anspruchsvoller Organisten.

Das Stühlinger Kloster besteht seit 1743. Die Klosterkirche ist Eigentum der Erzdiözese Freiburg, während für die weiteren Klostergebäude die Kapuzinerprovinz zuständig ist. Derzeit gibt es deutschlandweit noch zehn Kapuzinerklöster, die sich der Religionsphilosophie des Heiligen Franziskus verschrieben haben. Da die Klostergemeinschaft zum Erhalt der Klosterkirche verpflichtet ist, kommen die eingenommenen Eintrittsgelder auf Spendenbasis der Instandhaltung dieses Kulturdenkmales zugute. Im Schnitt werden pro Konzert um die 100 Besucher gezählt. Demnächst steht die Renovierung des Innenraumes an. „Übrigens,“ so betont Bruder Jürgen, „bekommen Klöster keinerlei Kirchensteuern.“ Und Kapuziner gehören bekanntlich zu den sogenannten Bettelorden. Sind also völlig auf Unterstützung von außen angewiesen. Die finanzielle Basis verschafft sich die Klostergemeinschaft durch das Angebot „Kloster zum Mitleben auf Zeit.“ Dieses Angebot ist auf 30 Tage im Jahr mit jeweils zehn Gästen beschränkt und wird sehr gut angenommen.

 

Die Klosterkonzerte 2018:

Samstag, 17. März: "Sieben letzte Worte des Erlösers." Streichquartett mit einer Singstimme von Joseph Haydn mit dem Streichquartett Hochrhein. Leitung: Wolfgang Joho, Ottenhöfen/Baden.

Samstag, 19. Mai 17 Uhr: "All your need is Love," Frühlingskonzert mit dem Sunrising-Chor Bettmaringen und den "Wilden Sonnen." Leitung: Neal Banerjee.

Samstag, 14. Juli 17 Uhr: "Toccata und Fanfare," Orgelkonzert mit Werken von Pampani, Dubois, Martini, Bélier, Young, Willscher und andere. Mit Kirchenmusiker Michael Reiling Freiburg.

Samstag, 29. September 17 Uhr: Europäische Barockmusik mit dem Ensemble Bernau Barock.

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