Nach der Wahl ist vor der Wahl: Die 80 Wahlhelfer müssen schon am 15. Oktober noch einmal ran. Am Montagabend tagte der Stühlinger Wahlausschuss, der aufgrund des erforderlichen zweiten Wahlgangs noch einmal von vorn anfangen muss. Bis Mittwoch, 4. Oktober, 18 Uhr, können weitere Kandidaten ihre Bewerbung für die Bürgermeisterwahl abgeben.

Am Montagabend stand in einem Amtszimmer noch der prachtvolle Blumenstrauß, der für den potenziellen Wahlgewinner am Vorabend bereit gehalten wurde. Bei der Ausschusssitzung wurden auch jene Namen bekannt gegeben, die auf elf Wahlzetteln erschienen, ohne dass die genannten Personen kandidiert hatten. So bekamen Wolfgang Löhle aus Eberfingen und Marianne Würth je drei Stimmen, Georg Teufel, Frank Hotz und Bürgermeisterin Isolde Schäfer je eine Stimme sowie Michael Tischler zwei Stimmen. 37 Stimmen waren ungültig.

Dem Wahlausschuss gehören folgende Personen an: Kraft Amtes Bürgermeisterin Isolde Schäfer sowie die Verwaltungsmitarbeiter Thomas Bendel, Silke Armbruster und Nathalie Korhummel; ebenso die Stadträte Marianne Würth und Georg Lang sowie die Bürger Dieter Rendler und Joachim Adam. Bei der Bundestagswahl gingen 218 Jungwähler erstmals zur Urne. Die Bürgermeisterwahl nutzten 527 Jungwähler zur Stimmabgabe. Derzeit wird gerätselt, weshalb es im Kernort mit rund 54 Prozent die geringste Wahlbeteiligung gab.

Am Wahlsonntag, 15. Oktober, werden das Blasorchester, das sich aus Musikern aus allen zehn Ortsteilen formiert, sowie der Stühlinger Sängerbund auf jeden Fall ihren Auftritt haben. Den Gesamtchor leitet Engelbert Siebler vom Musikverein Wangen. Ort der Ergebnisverkündigung wird wieder die Aula der Realschule im Stühlinger Schulzentrum sein.

Beide Kandidaten, sowohl Kristin Schippmann als auch Joachim Burger, gaben auf Anfragen unserer Zeitung an, nochmals voll zum Wahlkampf durchstarten zu wollen. Spannend wird es allemal. Denn zum Einen werden sich die rund 800 Stimmen, die auf Heidrun Glaser und Antonia Dietsche entfielen, zwangsläufig neu verteilen und möglicherweise wird sich die Wahlbeteiligung im Kernort erhöhen, wenn auch jene Wahlberechtigten, die am Sonntag zu Hause geblieben sind, am 15. Oktober ihre Stimme abgeben.