Die Heimatbühne Stühlingen feierte ihr 70-jähriges Bestehen mit einer Geburtstagsfeier im Café Weilers. Der Vorstand rund um die Vorsitzende Gudrun Schirmer bedankte sich mit dieser Einladung bei den Mitgliedern, deren Familien und besonders treuen und großzügigen Freunden für die Mithilfe und Unterstützung rund um die jährlichen Theater-Aufführungen.

Pünktlich wurde auf die 70 Jahre angestoßen. Die Vorsitzende Gudrun Schirmer freute sich, unter der großen Schar von Gästen auch die ältesten Mitglieder der Heimatbühne begrüßen zu dürfen, so waren alle Altersklassen zwischen zwei Monaten und 90 Jahren vertreten: „Das Gründungsmitglied, treuer Spieler und Bühnenbauer Stephan Fromm und die Spielerinnen der ersten Stunde, Anneliese Maier und Sieglinde Schwengle.“

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Kein Mitgliedsbeitrag nötig

Die Heimatbühne Stühlingen besteht im Jubiläumsjahr aus der Vorsitzenden Gudrun Schirmer, dem Stellvertreter Jürgen Böhler, Kassiererin Hannelore Kaiser, Schriftführerin Elisabeth Eichin sowie den Beisitzern Sabine Sklenar, Thomas Gut und Mike Bührer. Der Verein kommt ohne Mitgliedsbeitrag aus und hat 65 Mitglieder. Davon sind etwa 40 Aktive, die als Laienschauspieler, Bühnenbauer, Techniker und Helfer am jährlichen Theaterspiel rund um den Feiertag Christi Himmelfahrt mitwirken.

Ehrungen für besondere Verdienste

„Die Heimatbühne ist geizig, zumindest mit der Vergabe von Ehrentiteln,“ stellte Gudrun Schirmer fest. „Aber wenn es jemand verdient hat, dann sind es diese beiden Frauen: Elisabeth Eichin und Hannelore Kaiser.“ Die Schwestern sind seit 1972 aktive Spielerinnen, Vorstandsmitglieder und für Gudrun Schirmer ein Inbegriff von Heimatbühne: „Diä hän schu Theater g‘spillt, do war ich no i dä Grundschuel!“ stellte sie fest.

So wurden beide zu Ehrenmitgliedern der Heimatbühne ernannt und durften freudestrahlend die Urkunden, Geschenke und Glückwünsche der Vorstandskollegen und der Mitglieder entgegennehmen.

Rückblick auf die Geschichte

In einem kurzen Rückblick erinnerte Gudrun Schirmer an die mutigen, theaterbegeisterten Menschen, die am 10. April 1949 beschlossen, dass es an der Zeit wäre, dass in Stühlingen nach dem Krieg wieder Theater gespielt wird. Vier Frauen und zehn Männer gründeten unter der Federführung von Berthold Winterhalder die Laienspielschar. Da Stühlingen noch immer unter französischer Besatzung stand, war es aber verboten, neue Vereine zu gründen, also wurde kurzerhand als Untergruppe des Kirchenchores Theater gespielt. Seit 1949 wurden 79 Stücke inszeniert , meistens mehrfach aufgeführt und sogar auf Tourne gegangen. Darunter waren auch große Freilicht-Spiele, das letzte 2012 anläßlich der 750 Jahr-Feier zur Stadtrechterhebung.