Nachdem der Gemeinderat bereits im Februar den Planentwurf für das Neubaugebiet „Untere Breite II“ in Bettmaringen gebilligt hatte, stellten nun am Montagabend Stadtplaner Till O. Fleischer (Geoplan) und Georg Kunz (Galaplan) die endgültige Konzeption vor. Mit der Erschließung von 15 Bauplätzen im ersten Abschnitt, soll im März 2020 begonnen werden, Ende des kommenden Jahres soll sie abgeschlossen sein. Wie Bürgermeister Joachim Burger mitteilte, gibt es bereits acht Bauinteressenten.

  • Erschließung: Einstimmig wurden die Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet „Untere Breite II – erster Abschnitt“ im Ortsteil Bettmaringen an die Firma J. Friedrich Storz Verkehrswegebau (Donaueschingen) zum Angebotspreis von 612.850 Euro vergeben. Die Kostenberechnung lag bei 842.000 Euro, im Haushalt sind 700.000 Euro eingestellt. Deshalb werde die Erschließung der 21 Bauplätze in zwei Abschnitten erfolgen, erläuterte Bauamtsleiter Frank Gatti. Erschlossen wird das Baugebiet zunächst über eine von drei geplanten Stichstraßen. Der Preis für die Baugrundstücke werde nach einer Kostenberechnung mit dem Gemeinderat erörtert. „In Weizen lag der Preis pro Quadratmeter bei 95 Euro“, stellte Bürgermeister Burger fest. Die Kosten für Erschließungen seien allerdings gestiegen, betonte er.
  • Flachdächer: Der Rat stimmte für eine Erhöhung der Firsthöhe bei Flachdächern. Vom Planer wurden 5,70 Meter in der Tallage und sieben Meter in Hanglage vorgeschlagen. Schon im Ortschaftsrat Bettmaringen wurde angeregt, jeweils 30 Zentimeter mehr zu ermöglichen. David Geng (FW) hält das wegen der Konstruktion solcher Häuser und den Dämmungsvorschriften für notwendig. Marianne Würth (FW) wies darauf hin, dass bei Holzhäusern die Geschosse höher ausfallen. Trotz Bedenken der Stadtplaner stimmte der Rat mit zehn Ja- bei fünf Nein-Stimmen für die Anhebung der Firsthöhe.
  • Anträge: Abgelehnt wurde der Bau eines Kinderspielplatzes im Neubaugebiet. Im Ortsteil seien zwei Spielplätze vorhabenden, aus Erfahrung stünden Spielplätze in Baugebieten irgendwann ungenutzt da, schließlich würde doch ein Bauplatz daraus, so Fleischer. Keine Mehrheit fand der Antrag von David Geng, einen Fußweg zur angrenzenden Steinastraße zu bauen. Die Kosten von 100.000 Euro plus der laufenden Unterhaltskosten waren der Mehrheit der Räte zu hoch. Der Bürgerantrag, die Häuser an der unteren Breite auch von der anderen Seite über das Neubaugebiet die Zufahrt zu ermöglichen, wurde ebenfalls abgelehnt, da hier kein Platz für eine Fahrbahn sei. so Fleischer. Das jetzt noch bestehende Überfahrtsrecht wurde von der Gemeinde gekündigt. „Die Telekom hat von uns die Information erhalten, dass wir das Breitband in Bettmaringen selbst verlegen.“
  • Behörden: Das Plangebiet wird von der Geologie des Mittleren Muschelkalkes tangiert, heißt es in der Behördenstellungnahme. So könnten Arsen- und Schwermetallbelastungen auftreten, die die Prüfwerte überschreiten. Till O. Fleischer erläuterte, dass Untersuchungen im Zuge der Erschließungsarbeiten ausreichend seien. Die Naturschutzbehörde forderte eine Erweiterung der Ausgleichsflächen. Nun werde die Wiederherstellung der FFH-Mähwiesen mit einer Fläche von 0,21 Hektar auf einem gemeindeeigenen Grundstück in Bettmaringen vorgesehen. Da die Fläche nun größer geworden sei, habe man für künftige Projekte Reserven für Ausgleichsflächen, sagte Fleischer. Einen von der Abfallwirtschaft geforderten Wendeplatz mit mindestens 21 Meter Durchmesser oder einen Wendehammer mit 22 mal 13 Meter Fläche hält Fleischer für die bestehende Hanglage für überdimensioniert. Die angrenzenden Grundstücke könnten nicht oder nur sehr eingeschränkt zur Wohnbebauung genutzt werden, erläuterte er. Der vorgesehene Radius der Wendeplatte beträgt nun neun Meter.