Gerd Amann und Markus Rogg werden zukünftig die FBG Bettmaringen leiten. Mit dieser Doppelspitze war das Thema Fusion mit der FBG Stühlingen vom Tisch. Eine Fusion wäre im Raum gestanden, wenn sich in den eigenen Reihen kein/e Nachfolger für Gerhard Boll gefunden hätte, der 17 Jahre lang der FBG vorstand.

Kritik an Versprechungen seitens der Politik zog sich als roter Faden durch die Hauptversammlung. Mit der Neuordnung und Umorganisation des gesamten baden-württembergischen Forstbetriebes sehen sich die Waldbesitzer seit geraumer Zeit konfrontiert. Und der massive Käferbefall und das Sturmholzaufkommen machen schwer zu schaffen. Ob sich die Hinwendung zum Aufbau von Mischholzbewaldung bewährt, kann sich erst in Jahrzehnten bestätigen oder auch nicht.

„Es ist derzeit auch nicht gesichert, dass Jungpflanzen in ausreichender Menge zur Verfügung stehen“, so Gerhard Boll. Realität ist seit Längerem, dass die Holzaufkäufer kapazitätsmäßig oft am Anschlag sind. Gerade Käferholz müsste zeitnah zu den Abnehmern transportiert werden und hier fehle es in hohem Maß an Transport- und Lagerkapazitäten.

Deshalb wäre man dabei, das Holz via Sauschwänzlebahn bis Immendingen und von dort bis zu 180 Kilometer weiter zu befördern. Es besteht aber ein Winterfahrverbot bis April zum Schutz bedrohter Fledermaus-Arten in den Tunneln. Erschwert wird das Ganze, weil vor Ort sehr oft auch Lagerkapazitäten fehlen und Trockenholzlagerungen von den Abnehmern auch nicht akzeptiert würden.

Landesweit wurden die Forstrevier neu eingeteilt. Das große Revier Stühlingen wird zukünftig von den Revierleitern Pirmin Wiethaler, Michael Eisele und Falko Hirt betreut. Wolf Dieter Haug, der bisher das Revier Bettmaringen mit seinen 78 Privatwaldgewannen betreut, wechselt zum Jahresende zum Revier Rothaus.

Die Forstamtsniederlassung Stühlingen ist längst aufgelöst, das Gebäude veräußert. Staatswald wird zukünftig ausschliesslich von St. Blasien aus betreut. Über die zahlreichen Neuregelungen und Veränderungen informierten Norbert Schwarz, Geschäftsführer der FBG Südschwarzwald, Kreisvorstand Josef Frommherz und Revierleiter Wolf Dieter Haug.

Zusammengefasst befinden sich die Holzpreise derzeit „im freien Fall.“ Das finanzielle Ergebnis der FBG Bettmaringen schloss mit einer „schwarzen Null.“ Formholz für den Hausbau sei zwar gefragt, könne aber mit Festmeterpreisen zwischen 19 und 24 Euro nicht kostendeckend verkauft werden. Prognosen für 2020 seien derzeit unmöglich. Den Waldbesitzern wurde geraten, vor Holzeinschlägenmit den zuständigen Revierleitern Rücksprache zu halten.