Herr Schmider, warum haben Sie sich für eine etwa halb so große Schule entschieden, gemessen an den Schülerzahlen, dass Sie von Villingen nach Stühlingen wechseln?

Für meinen Entschluss war die Schulgröße nachrangig. Gute Schule, guter Unterricht findet an großen wie kleinen Schulen statt, beziehungsweise kann dort gemeinsam weiterentwickelt werden. Wichtig war, dass die Schule noch besser zu meiner persönlichen Lebenssituation passt, da meine Lebenspartnerin in Winterthur arbeitet. Bereits an der RS Donaueschingen gehörten zu meinen Arbeitsbereichen das Stundenplanteam, Fachleitung Musik, Aufbau der Bläserklassen, und ich war kommissarischer Konrektor. Ich bin 2013 mit dem Ziel als Konrektor an die KBRS Villingen gekommen, mein Rüstzeug in Sachen „Schulleitung“ weiter zu komplettieren. Seit Dezember 2017 habe ich dann die KBRS kommissarisch geleitet, und das habe ich auch gerne gemacht, mit all den spannenden Herausforderungen, die so ein verantwortungsvolles Amt mit sich bringt.

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Haben Sie schon Schwerpunkte, die Sie für das kommende Schuljahr setzen möchten?

Schwerpunkte im Handlungsfeld Lehre und Unterricht werden im kommenden Schuljahr die Vorbereitung der neuen Realschulabschlussprüfung sein und die im kommenden Schuljahr erstmals an Realschulen durchgeführte Hauptschulabschlussprüfung. Neben diesen Aufgaben möchte ich selbstverständlich die Realschule Stühlingen von innen kennen lernen. Digitalpakt, Medienentwicklung, Umgang mit Heterogenität und Qualitätssicherung sind Aufgabenfelder, die in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen werden. Mein Dank für die richtig gute Übergabe der Schule geht in diesem Zusammenhang an den bisherigen Schulleiter Felix Lehr und seine Stellvertreterin Barbara Berret. Beide haben mich bereits in vielen Gesprächen auf den aktuellen Stand gebracht.

Neben den neuen Anforderungen der Realschul- und Hauptschulprüfung behält Schmider auch die Themen Digitalpakt, Medienentwicklung, Umgang mit Heterogenität und Qualitätssicherung im Blick.
Neben den neuen Anforderungen der Realschul- und Hauptschulprüfung behält Schmider auch die Themen Digitalpakt, Medienentwicklung, Umgang mit Heterogenität und Qualitätssicherung im Blick. | Bild: Yvonne Würth

Gibt es bereits weitere Planungen für die kommenden Jahre, etwa hinsichtlich des Schulprofils?

Für die kommenden Schuljahre gibt es sicher nicht nur meinerseits viele Ideen, unsere Realschule weiter zu entwickeln. Diesbezüglich freue ich mich auf Gespräche und die gemeinsame Arbeit mit dem Kollegium, den Eltern, unserem Schulträger, unseren Kooperationspartnern und Unterstützern. Mein Ziel dabei wird sein, tragfähige Lösungen mit der Schulgemeinschaft zu finden und unsere Realschule als attraktiven Lernort weiter zu entwickeln. Die Schulprofile Bilinguales Englisch und im musischen Bereich werden fortgeführt. Als Musiklehrer freue ich mich besonders über das musische Schulprofil, das im kommenden Schuljahr Unterstützung etwa von Tim Barth bekommt.

Wie sieht es mit der Lehrerversorgung und den Schülerzahlen aus?

Es gibt einen leichten Rückgang gegenüber 2018. Wir starten im September voraussichtlich mit 336 Schülern. Die Klasse 5 ist mit 52 Schülern zweizügig. Wir haben eine sehr gute Lehrerversorgung mit 100 Prozent. AGs, Musisches Profil, Bili etc. werden weitergeführt. Wir freuen uns, dass auch die bestehenden Förderangebote fortgeführt werden können.

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