Bei der Hauptversammlung des Freundeskreises Krankenhaus Loreto Stühlingen hat die Klinikleitung auch umfassende Informationen zur Situation des Krankenhauses gegeben. Ein Lob an die Krankenhausmitarbeiter sprach Bürgermeister Joachim Burger aus, der Schriftführer beim Freundeskreis ist: „Ihr macht alle einen Super-Job!“ Das Krankenhaus repräsentiere sich überaus positiv nach außen.

Der Freundeskreis Krankenhaus Loreto Stühlingen freut sich, für die Neuanschaffung eines Patientenlifters mit der Hälfte der anfallenden Kosten das Krankenhaus Loreto unterstützen zu können (von links): Chefarzt der Inneren Abteilung am Hegau-Bodenseeklinikum (HBK) Stühlingen und Stellvertreter, Dr. med. Christian Saurer, Vorsitzende Susann Bächle, Beisitzerin Hedi Christoph im Patientenlifter, Kassierer Georg Riesterer, Leiter der Chirurgie am HBK und Beisitzer Dr. med. Hubert Lott, Stühlingens Bürgermeister und Schriftführer Joachim Burger, Beisitzer Bernd Vollminghoff.
Der Freundeskreis Krankenhaus Loreto Stühlingen freut sich, für die Neuanschaffung eines Patientenlifters mit der Hälfte der anfallenden Kosten das Krankenhaus Loreto unterstützen zu können (von links): Chefarzt der Inneren Abteilung am Hegau-Bodenseeklinikum (HBK) Stühlingen und Stellvertreter, Dr. med. Christian Saurer, Vorsitzende Susann Bächle, Beisitzerin Hedi Christoph im Patientenlifter, Kassierer Georg Riesterer, Leiter der Chirurgie am HBK und Beisitzer Dr. med. Hubert Lott, Stühlingens Bürgermeister und Schriftführer Joachim Burger, Beisitzer Bernd Vollminghoff. | Bild: Yvonne Würth

Beim Brand am Mittwoch in Eberfingen mit 17 Betroffenen im Brandhaus waren acht Krankenwagen im Einsatz, was Bürgermeister Joachim Burger zu der Feststellung veranlasste: „Das Rettungswesen funktioniert sehr, das ist sehr toll!“ Die Kritik des Bürgermeisters zielte auf die politischen Vorgaben: „Was das Krankenhaus kaputt macht, sind die politischen Rahmenbedingungen!“ Auch sollte ein Umdenken stattfinden: „Ein Krankenhaus kann keinen Gewinn erwirtschaften.“

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  • Patientenlifter: Aus dem seit dem Bestehen des Vereins 2001 angesammelten finanziellen Polster konnte ein Patientenlifter mitfinanziert werden. Regina Grüninger stellte den Anwesenden die Neuanschaffung vor. Per Knopfdruck könnten Patienten damit ganz einfach, sicher und bequem aus der Liege- oder Sitzposition heraus aufgerichtet werden. Der Vorteil im Vergleich zum schwerfälligeren Vorgängermodell liege neben der leichten Handhabung auch bei der Akkunutzung. Der Akku könne durch einen handelsüblichen Akku preisgünstig ausgetauscht werden, sagte Grüninger.
  • Rückblick 2019: Chefarzt Christian Saurer informierte über ein politisch und wirtschaftlich durchwachsenes Jahr. Stühlingen habe jedoch im Vergleich mit den vier Standorten des HBK gut abgeschnitten. „Es gibt keine Diskussion wegen Schließung, was die Zahlen anbelangt. Es gab ein Bekenntnis für die vier Standorte.“ In Stühlingen seien viele Patienten aufgenommen worden, sowohl in der Ambulanz als auch in den OP-Räumen, auch herrschte ein reger Austausch mit Singen, sagte Saurer.
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  • Ausblick 2020: Es werde ein schwieriges Jahr, bedingt durch die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung, kurz PpUGV, erläuterte Chefarzt Christian Saurer. Diese sei ein „Bettenschließungsprogramm. Durch die Corona-Krise sei die PpUGV allerdings vorläufig außer Kraft gesetzt. Saurer informierte außerdem über die neue Notfallverordnung und Aktuelles zum Marburger Bund. Ab Juni werde ein neuer Oberarzt das Team verstärken. „Wir schauen optimistisch in die Zukunft.“
  • Krankenschwestern sind rar: Während die Patientenzahlen gehalten werden könnten und es gut um die Ärzteschaft bestellt sei, seien Krankenschwestern gesucht. Margot Etspüler-Kaiser aus der Verwaltung bittet dringend um Verstärkung: „Wir suchen Krankenschwestern, es gibt freie Stellen.“
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  • Freundeskreis aktiv: Ein enger Kontakt mit dem Pflegedienst ermöglicht es dem Freundeskreis, dessen Arbeitsbedingungen zu erleichtern. „Es gibt viel Lob aus der Bevölkerung“, stellte die Vorsitzende Susann Bächle fest. Zu den laufenden Aktivitäten gehört die Bereitstellung von Zeitschriften im Lesezirkel. Beliebt sind auch die Patientengeschenke an Weihnachten, die durch Würth Haus und Werkstatt vorbereitet werden. Das Auto für Krankentransporte (Patienten und Material) wird durch Sponsoring mitfinanziert. Dem Wunsch, das Außengelände des Krankenhauses ansprechender zu gestalten, kamen Landschaftsgärtner Dominique Umicker und Hausmeister Waldemar Ulrich nach. Im Zusammenhang mit dem städtischen Projekt „Blühwiesen“ und „Pro Biene“ wurde auch der Steingarten verändert.
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  • Die „grünen Damen“ Grayek, Jutta Buttle, Angelika Eble sowie Wolfgang Käfer werden von den Patienten überaus geschätzt für ihr wertvolles Ehrenamt. Die Fahrtkosten werden inzwischen gedeckt.